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H - Historic

1922 nimmt in Lausanne der dritte öffentliche Radiosender Europas seinen Betrieb auf. In den Zwanzigerjahren werden im ganzen Land Radiogenossenschaften gegründet. Bis 1926 kann Radio nur über Kopfhörer gehört werden.

1930
werden mehrere weit reichende Entscheide zur nationalen Radiopolitik gefällt. Das Radio soll föderalistisch organisiert sein und nicht den Marktkräften überlassen werden.

1931
wird die Schweizerische Rundspruchgesellschaft (SRG) gegründet. Sie vereint alle regionalen Radio-Organisationen unter einem Dach. Die Zentrale der SRG hat wenig Macht, es dominieren die Mitgliedgesellschaften. Die SRG erhält vom Bundesrat die alleinige Konzession für Radiosendungen in der Schweiz. In den Dreissigerjahren nehmen die ersten deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Landessender ihren Dienst auf: Sottens, Beromünster und Monte Ceneri.

1937
tritt die neue Konzession SRG in Kraft. Die erste Reorganisation führt zu einer stärkeren Zentralisierung der SRG

1938
wird das Rätoromanische von den Schweizer Stimmberechtigten als vierte Landes­sprache anerkannt. Das Radiostudio Zürich sendet vermehrt Beiträge in rätoromanischer Sprache.

1939
an der Landesausstellung führt die ETH Zürich in der Schweiz erstmals Fernsehtechnik öffentlich vor. Die SRG engagiert eine Schauspielgruppe, deren Spiel von der Kamera gefilmt und auf dem Bildschirm des Fernsehapparates übertragen wird.

1939 bis 1945
im Zweiten Weltkrieg übernimmt das Schweizer Radio eine wichtige politische Funktion. Die SRG unterstützt mit ihren Programmen die «Geistige Landes­verteidigung», indem sie die Schweiz als kulturell vielfältige Willensnation thematisiert. Ihre Sendungen zur politischen und militärischen Lage werden nicht nur in der Schweiz, sondern

  • über Kurzwelle – in der ganzen Welt gehört. Die Landessender werden als neutrale Stimme geschätzt.

In den Fünfzigerjahren setzt sich das Transistorradio langsam durch: Radiohören wird alltäglich und ortsunabhängig. Das Fernsehzeitalter beginnt auch in der Schweiz.

1952 übernimmt die SRG von der PTT den Telefonrundspruch.

1953 führt die SRG einen offiziellen Fernsehversuchsbetrieb durch.

1954 gründen acht europäische Fernsehstationen unter massgeblicher Mitwirkung der SRG die Eurovision, die Organisation für den internationalen Programmaustausch.

1957 gewährt der Bundesrat der SRG eine Fernsehkonzession. Sie tritt am 01.01.1958 in Kraft.

1958 startet die SRG den definitiven Fernsehbetrieb mit deutsch- resp. Französischsprachigen Sendungen aus Zürich und Genf. Die Tessiner Sender übertragen die Programme mit italienischen Kommentaren.

1960 wird die «Schweizerische Rundspruchgesellschaft» in «Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft» umbenannt. Die Abkürzung SRG bleibt bestehen.

1964 erhält die SRG vom Bundesrat eine neue Konzession, erstmals für Radio und Fernsehen gemeinsam. Die SRG organisiert sich neu und passt ihre Statuten an.

1968 die SRG startet offiziell mit Farbfernsehen und mit der systematischen Erforschung der Bedürfnisse des Radio- und Fernsehpublikums.

1969 in den frühen Morgenstunden des 21. Juli, verfolgen in der Schweiz rund eine Mio. Menschen die Live-Übertragung der ersten Mondlandung im Fernsehen. In den Siebzigerjahren nehmen die neuen Fernsehstudios von Zürich, Genf und Comano ihren Betrieb auf.

1975 wird das Ressort Televisiun Rumantscha geschaffen.

1983 liberalisiert der Bundesrat das Mediengesetz: Private und kommerzielle Lokalradios werden erlaubt.

1984 SRG, ZDF und ORF beginnen das gemeinsame Satelliten-Fernsehprogramm 3sat.

1991 unterzieht sich die SRG einer umfassenden Strukturreform. Das Unternehmen organisiert sich als privater Vereinsverband und strukturiert sich wie eine aktienrechtliche Holding.

1992 tritt das neue Bundesgesetz über Radio und Fernsehen in Kraft. Der Kulturauftrag der SRG wird im Gesetz und in der SRG-Konzession festgeschrieben.

1999 gibt sich die SRG den neuen Namen SRG SSR idée suisse. «Idée suisse» steht nicht weiter nur für einzelne Impulsprogramme, sondern wird zur Qualitätsmarke für den Service public der SRG SSR.

2003 strahlt die SRG SSR nicht nur ihre Fernsehprogramme, sondern auch ihre Radioprogramme in digitaler Form über Satellit aus. Damit sind alle Programme der SRG SSR in der ganzen Schweiz und in Europa empfangbar.

Kontakt

SRG idée suisse Deutschschweiz
Geschäftsstelle
Fernsehstrasse 1-4
8052 Zürich

Tel. +41 44 305 66 11
Fax +41 44 305 67 10

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