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Braucht es ein Schulfach Medienkompetenz?
Publikumsrat
Mit schönen Bildern und authentischen Personenporträts überzeugen die neusten Staffeln von «SF bi de Lüt» den Publikumsrat. Dieser begrüsst, dass mit Basel auch einmal die urbane Schweiz Gegenstand von «SF bi de Lüt» ist. Einige Ratsmitglieder wünschen sich zuweilen mehr Informationen.
Die neusten Staffeln «SF bi de Lüt – Unser Dorf» und «SF bi de Lüt – Unsere Stadt» geben den Ratsmitgliedern einen Einblick in die Dorfgemeinschaft der Kleinstgemeinde Tenna/GR bzw. in drei unterschiedliche Quartiere der Stadt Basel. Angetan zeigt sich der Publikumsrat von den vielen schönen Bildern – etwa den eindrücklichen Landschaftsbildern, den Nahaufnahmen von schönen Details oder den spektakulären Luftaufnahmen von Basel. Diese Stimmungsbilder hätten nebst dem Unterhaltungs- auch einen hohen Heimatwert und lösten beim Publikum positive Emotionen aus.
Zu überzeugen vermögen die authentischen und einfühlsamen Porträts von liebenswerten Persönlichkeiten. Dabei schätzt der Publikumsrat, dass «gewöhnliche», aber dennoch unterschiedliche Menschen in ihrem unspektakulären Alltag gezeigt werden. Dabei gelinge der Balanceakt zwischen Nähe und distanzierter Beobachtung meistens gut. Es werde eine Intimität hergestellt, ohne aufdringlich oder voyeuristisch zu wirken.
Eine Besonderheit des Formats «SF bi de Lüt» ist die Beschaulichkeit, mit der die Szenen und Bilder oft ohne Kommentar aneinandergereiht werden. Während die einen Ratsmitglieder diese Entschleunigung geniessen, finden sie andere langatmig. Einige Publikumsrätinnen und -räte wünschen sich auch mehr Zusatzinformationen, um das Gesehene besser einordnen und verstehen zu können. Redaktionsleiter Tom Schmidlin machte hierzu klar, dass «SF bi de Lüt» als Unterhaltungssendung keine umfassende Information anstrebe, sondern Emotionen hineingeben und die Stimmung nicht zerreden möchte.
«SF bi de Lüt» entdeckt die Stadt
Sehr begrüsst wird von einer Ratsmehrheit, dass «SF bi de Lüt» auch einmal zu den Menschen in der Stadt geht. Damit vermeide man den Eindruck, das Format bediene nur das Klischee der ländlichen, heilen Welt und klammere die urbane Schweiz aus. Allerdings sieht der Publikumsrat in der Staffel über Basel noch Verbesserungspotenzial. Bei der Staffel über Tenna bildeten die drei Projekte des Dorfs einen roten Faden durch alle Sendungen. Bei «SF bi de Lüt – Unsere Stadt» sei die Struktur entlang des Tagesablaufs weniger spürbar gewesen, so dass die einzelnen Episoden einfach aneinander gereiht erschienen.
Als sehr passend bezeichnet der Publikumsrat die unterlegte Musik. Sie unterstreiche die eingefangenen Stimmungen und verleihe den porträtierten Personen Charakter. Gefallen finden die Ratsmitglieder auch am Internetauftritt der beiden Staffeln. Besonders die interaktiven Karten mit den Rundgängen durch Tenna und die Quartiere Basels machten Spass und zeigten die örtlichen Gegebenheiten sowie die Protagonisten.
Text: Publikumsrat SRG.D / Denise Looser Barbera

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