Medienmitteilung

05.05.2012 | SRG Bern Freiburg Wallis
SRG-Generaldirektor Roger de Weck an der Generalversammlung in Thun

Das Referat von SRG-Generaldirektor Roger de Weck zum Medienplatz Schweiz im digitalen Zeitalter und die Gesamterneuerungswahlen des Vorstandes waren die beiden Schwerpunkte an der Generalversammlung der SRG Bern Freiburg Wallis vom 4. Mai in Thun.

151 Genossenschafterinnen und Genossenschafter der SRG Bern Freiburg Wallis und über 20 Gäste aus Politik und Medien hörten im Hotel Freienhof in Thun das spannende Referat von Roger de Weck, Generaldirektor der SRG, zum Medienplatz Schweiz im digitalen Zeitalter. De Weck dankte den Anwesenden und dem Vorstand zuerst für das Engagement: Die in der Gesellschaft verankerte Trägerschaft sei gleichzeitig Grundlage und Stütze der SRG. In einer Zeit, in der jeder und alles in Frage gestellt werde, sei sie wichtiger denn je. In den kommenden Jahren der Diskussion um das Radio- und Fernsehgesetz sei die Zusammenarbeit zwischen der SRG und ihrer Trägerschaft wichtig.

 

In seiner Analyse der Mediensituation in der Schweiz zeigte er auf, dass das Umfeld für die SRG immer kompetitiver und auch anforderungsreicher werde. In Anspielung auf die bevorstehende Gebührendiskussion und auf die geplanten Veränderungen machte er deutlich, dass die SRG in Zukunft mit tendenziell weniger finanziellen Mitteln mehr leisten müsse. Mit weniger Geld neue und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, sei die erste Herausforderung. Die zweite ist die technische Entwicklung, die sehr rasch voran schreite. Alles werde digitalisiert und die SRG verwandle sich rasch in Richtung IT-Unternehmen. Als dritte Herausforderung nannte der SRG-Generaldirektor die gewaltigen Immobilieninvestitionen, die auf die SRG zukommen. Roger de Weck führte dem Publikum vor Augen, wie sich die Mediennutzung verändert: Die Nutzung von Fernsehen und Radio über einen bestimmten Kanal, die heute noch das «Haupttor» für den Medienkonsum sei, werde zunehmend abgelöst durch das «Nebentor» Internet. Bereits gebe es Radio- und Fernsehsendungen, die im Internet (via Podcast oder zeitverschoben online) mehr Zuschauer und Hörerinnen hätten als die Live-Sendungen. Eine gewaltige Herausforderung sei auch die zunehmende Konkurrenz: «Heute gibt es etwa 300 TV-Kanäle», stellte de Weck fest – da mischten globale Unternehmen wie Time Warner, YouTube, Al Jazeera oder Axel Springer ebenso mit wie grosse öffentliche und private Medienunternehmen in den Nachbarländern. Roger de Weck: «Die Zäsur ist mindestens so gross wie die Einführung des Buchdrucks 1450.» In diesem zunehmend kompetitiven Umfeld gehe die SRG mit ihren Leuten «ans Limit». Das Engagement der SRG-Leute und das hervorragende Know-how seien in diesem Umfeld ein wichtiger Trumpf. «Wir wollen guten Journalismus machen und bleiben dabei den journalistischen Prinzipien treu.» Für de Weck ist es ein Privileg, für die SRG arbeiten zu können: «Die SRG ist eine Schweiz en miniature.»

 

Zwei neue Vorstandsmitglieder

Die statutarischen Geschäfte wurden unter der Leitung von Präsident Andreas Schefer speditiv abgewickelt. In seinem kurzen Rückblick auf das Geschäftsjahr zeigte er sich erfreut über die gute Nutzung des Angebots (Events, Studioführungen, Weiterbildungen usw.) wie auch über die gute finanzielle Lage der Genossenschaft. Neu in den Vorstand wählte die Generalversammlung Matthias Eggel (Brig-Glis) und Peter Flück (Unterseen). Eggel arbeitet als Ökonom bei einer grossen Versicherungsgesellschaft in Bern und ist Stadtrat in Brig-Glis. Flück ist Unternehmer und Mitglied des bernischen Kantonsparlaments. Sie ersetzen Rose-Marie Wyder-Imhof (Brig) und Ueli Scheidegger (Lohn-Ammannsegg). Für eine neue Amtszeit von vier Jahren wiedergewählt wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder. Im Amt bestätigt und für weitere vier Jahre gewählt hat die Versammlung Präsident Andreas Schefer (Bern), der die SRG Bern Freiburg Wallis seit 2009 führt.

 

Weitere Auskünfte: Andreas Schefer, Präsident SRG Bern Freiburg Wallis, Tel. 079 705 46 10

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