«Kulturplatz»: Gute Sendung am falschen Sendeplatz
Für den Publikumsrat ist die Sendung «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens ein gut gemachtes Magazin, das Lust auf Kultur weckt. Die Beiträge sind sorgfältig recherchiert, verständlich und spannend. Allerdings finden die Ratsmitglieder den Sendplatz unpassend. Sie wünschen nachdrücklich eine Vorverlegung der Sendung.
Der Publikumsrat beurteilt den «Kulturplatz» als gut gemachte Sendung, die für die Zuschauerinnen und Zuschauer einen echten Mehrwert bietet. Die Themen und Beiträge des Magazins seien relevant, sorgfältig recherchiert und informativ. Zudem würden sie dem Publikum verständlich und auf unterhaltende Art und Weise vermittelt.
Die Sendung pflegt einen sehr weit gefassten Kulturbegriff. Darüber gehen die Meinungen im Publikumsrat auseinander. Während die einen die Breite der Themen schätzen und als mutig empfinden, besteht in den Augen der anderen die Gefahr, beliebig zu werden.
Als Pluspunkt wiederum werten die Ratsmitglieder die niederschwellige Vermittlung von Kultur. Es gelinge damit, ein breiteres Publikum anzusprechen und Lust auf Kultur zu wecken.
Viel Zustimmung seitens des Publikumsrats erhalten die beiden Moderatorinnen. Sie seien kompetent und sympathisch und wirkten nie abgehoben. Ihre Sprache sei verständlich und klar. Zudem verliehen sie der Sendung ein modernes und eigenständiges Gesicht.
Überzeugender Internetauftritt, unbefriedigende Sendezeit
Dem «Kulturplatz» wurde ein neues Dekor verpasst. Dieses wird vom Publikumsrat jedoch kontrovers wahrgenommen.
Auf positives Echo im Rat stösst der Internetauftritt der Sendung. Die Inhalte seien übersichtlich, schön dargestellt und sinnvoll strukturiert. Sie sind, zur Freude der Ratsmitglieder, auch leicht zu finden. Mit Programmvorschauen, Hinweisen und Links auf der Homepage sowie dem eigenen Newsletter sei der «Kulturplatz» ausserdem ein multimediales Produkt.
Die Ratsmitglieder werten die Sendezeit einhellig als unpassend und zu spät. Sie wünschen ausdrücklich eine Vorverlegung der Sendung. Auch die Wiederholungen dürften zu zuschauerfreundlicheren Zeiten gezeigt werden.
21. Mai 2010




