Frage: Kann es sein, dass der Trend der hohen Rechtekosten irgendwann auch diese «kleineren» Sportarten aus dem SRF-Programm vertreibt?

Kann es sein, dass der Trend der hohen Rechtekosten irgendwann auch diese «kleineren» Sportarten aus dem SRF-Programm vertreibt?

Ausstrahlungsrechte sind dann besonders wertvoll, wenn die jeweiligen Sportveranstaltungen auf ein ausserordentlich grosses Publikumsinteresse stossen. Die hohen TV-Quoten und die damit verbundene Aussicht auf weitreichende Werbeeffekte für Sponsoren und Werbetreibende machen bestimmte Sportarten und -events zu einem attraktiven Programmangebot – vor allem für private Sender, die sich grösstenteils über Werbeeinnahmen finanzieren. Für Anbieter mit Bezahlmodellen (z.B. Pay-TV) ist das grosse Interesse direkt verknüpft mit einer hohen Zahlungsbereitschaft der Zuschauenden. Allerdings stehen nicht alle Sportarten gleichermassen in der Gunst des breiten Publikums. Es ist kein Zufall, dass der Markt bei sehr populären Sportarten wie Fussball bzw. Wettbewerben wie der UEFA Champions League besonders hart umkämpft ist. Wichtig zu wissen ist zudem, dass neben den Kosten für die Ausstrahlungsrechte weitere Kosten für die Produktion und die programmliche Umsetzung hinzukommen. Vor allem die Produktion ist sehr aufwändig und komplex – und damit kostenintensiv. Mit der Produktion unzähliger Sport-Events in der Schweiz erbringt die gebührenfinanzierte SRG ein enormes Engagement für den Schweizer Sport, das sich über Sponsoring und Werbung nicht refinanzieren lässt.


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