Inwiefern wirkt sich die Krise auf den Newsroom aus?

Insbesondere in der Anfangszeit der Coronakrise hatte die Bevölkerung ein stark gesteigertes Informationsbedürfnis, dem SRF mit verschiedenen Zusatzangeboten nachgekommen ist. Dazu gehörten neben der laufenden Berichterstattung im Web, in der News App, im Radio und in den Informationssendungen im Fernsehen beispielsweise verschiedene, kurzfristig anberaumte Sondersendungen zur Primetime auf SRF 1. Ebenfalls waren seit Ausrufung der «ausserordentlichen Lage» alle Pressekonferenzen des Bundesrates bei SRF 1, diejenigen des BAG live bei SRF info im Programm. In beiden Fällen kommt jeweils die neue «Bild im Bild»-Übersetzung in Gebärdensprache zum Einsatz. SRF, RTS und RSI haben sie kurz nach Ausbruch der Corona-Krise auf Anregung von Gehörlosenverbänden eingeführt. Auch hat SRF die Pressekonferenzen konsequent simultan ins Deutsche übersetzt, wenn Französisch oder Italienisch gesprochen wurde.

Organisatorisch hatte die Situation ebenfalls weitreichende Auswirkungen auf den Newsroom: Um die Mitarbeitenden bestmöglich vor allfälligen Ansteckungen zu schützen, wurden die Redaktionen in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich im Alltag nie begegnen. Damit sollen allfällige Ansteckungen innerhalb ganzer Redaktionen verhindert werden. Eine der Gruppen arbeitet jeweils im Homeoffice, die andere vor Ort im Newsroom.


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Text: SRF

Bild: SRG.D