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Weshalb braucht die SRG Werbeeinnahmen?

In einem kleinen, viersprachigen Land wie der Schweiz mit 8 Millionen Einwohnern, wäre die Vollfinanzierung aller SRG-Sender allein durch Gebühren viel zu teuer. Hinzu kommt, dass 34 private Radio- und Fernsehstationen ebenfalls Gebührengelder beziehen. Diese Gelder stellen je nach Sender einen erheblichen Teil des Jahresbudgets dar. Im Gegenzug führen diese Unternehmen ebenfalls einen Leistungsauftrag aus. Wenn auch diese Medienhäuser allein durch Gebührengelder finanziert werden sollten, würde das die Kosten noch einmal mehr in die Höhe treiben.

Darum wurde für die SRG eine Mischfinanzierung durch Gebühren und Werbung beschlossen. So bleiben die Gebühren für die Bevölkerung im Rahmen. 75 Prozent der Einnahmen der SRG stammen aus Empfangsgebühren, 25 Prozent aus kommerziellen Einnahmen und weiteren Erträgen. Würden diese 25 Prozent wegfallen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Programmvielfalt.

Dennoch sendet die SRG weitaus weniger Werbung als private Medien – SRG-Radios sind sogar ganz werbefrei. Dies ist nur dank den Empfangsgebühren möglich. Eine Annahme der No-Billag-Initiative würde diese Gebühren verbieten und damit im Endeffekt zu viel mehr Werbung im TV und Radio führen.


Am 4. März 2018 stimmen wir über die Eidgenössische Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» ab. Die Initiative will gebührenfinanzierte Medien verfassungsrechtlich verbieten. Die Abstimmung richtet sich allerdings nicht nur gegen die Empfangsgebühren (auch «Billag-Gebühr» genannt), sondern stellt die grundsätzliche Frage, ob die Schweiz künftig noch einen öffentlich getragenen Service public haben soll, oder nicht.


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