«Tatort»-Dreh: Für vier Stunden ist man eine grosse Familie
Christian Stirnemann und Sibylle Maurer vor dem Dreh mit Schauspieler Stefan Gubser in der Mitte. Copyright: Christian Stirnemann, Sibylle Maurer
SRG Zentralschweiz News

«Tatort»-Dreh: Für vier Stunden ist man eine grosse Familie

Christian Stirnemann und Sibylle Maurer, Mitglieder der SRG Luzern, sind von der Organisation und Durchführung des Tatort-Drehs beeindruckt. 

Als zwei von rund 1000 Statistinnen und Statisten sassen sie am Dienstag, 11. Juli 2017, in der vierten Reihe und haben die 44 Szenen hautnah miterlebt.

Christian und Sibylle beantworten sechs Fragen zum Abend:

1. Wie habt Ihr den Abend als Statistin und Statist erlebt?

Vom Filmen haben wir im vorderen Teil der Salle Blanche im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) trotz kleiner Handkamera fast alles mitbekommen. Wir sassen in der vierten Reihe knapp hinter einem der Hauptdarsteller. Beeindruckt hat uns, dass wir für vier Stunden eine «grosse Familie» waren. Interessant war es auch festzustellen, wie einfach es ist, zahlreiche Personen in ihre Rollen zu lenken, zum Beispiel eine Führungsperson zu mimen.

2. Wie lief der Abend ab?

Nach einer kurzen Einführung durch die Produktionsassistentin über den Inhalt der Folge, Pflichten und Wünsche vor Ort, unterhielt sich die SRF Moderatorin Monika Schaerer mit dem Regisseur Dany Levy und Schauspieler Stefan Gubser alias Kommissar Reto Flückiger  über die Vorbereitungsarbeiten und Herausforderungen am heutigen Abend. Je nachdem welche Farbe die Eintrittskarte hatte gab es während der Produktion auch verschiedene Statistenaufgaben. Wir erhielten die weisse Karte und sassen somit komfortabel die ganze Zeit im Parkett. Und dies immer wieder mit klassischen Klängen des Orchesters untermahlt. 88 Minuten, die trotz Wartezeiten im Nu vorbeigingen. 

3. Habt Ihr von der Geschichte «Tatort − Alte Männer sterben nicht» etwas mitbekommen?

Eigentlich nicht gross, wir sassen ja immer im Saal. Wir haben uns mehrmals gefragt, ob der Mord schon stattgefunden hat, wer Opfer und möglicher Täter/-in ist.

4. Welche Instruktionen haben Statistinnen und Statisten vor dem Dreh bekommen?

Der Regisseur sagte uns, dass wir nicht allzu lange klatschen sollten und die Produktionsassistentin, dass wir nicht in die Kamera schauen sollten.

5. Ihr wart den ganzen Abend Konzertpublikum im Weissen Saal. Habt Ihr mitbekommen, wo sich die anderen Statistengruppen aufgehalten haben?

Die anderen standen zwischendurch im Foyer oder auf der Dachterrasse oder vor dem KKL zwischen Eingang und Wagenbachbrunnen.

6. Werdet Ihr den «Tatort» neu mit anderen Augen schauen?

Diesen ja. Gespannt sind wir auf das Ergebnis des Drehs ohne Schnitt, denn die Abläufe im Weissen Saal kamen uns sehr schnell vor.


Einige Fotoimpressionen vom ersten Drehabend aus StatistInnen-Sicht sind auf Facebook publiziert.

Ein Porträt von Regisseur Dani Levy im Beitrag von Reto Holzgang für die Sendung «10 vor 10» können Sie nachschauen auf der Webseite von SRF.

Und lesen Sie, was die Luzerner Zeitung und 20 Minuten über den Dreh berichtet haben.

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