Promotionskampagne des BAKOM zum Umstieg auf DAB+
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Promotionskampagne des BAKOM zum Umstieg auf DAB+

In den nächsten Jahren werden Radioprogramme digital über DAB+ (Digital Audio Broadcasting) verbreitet werden. Diese Art der Verbreitung soll den Empfang über Ultrakurzwelle (UKW) ersetzen. Um diesen Übergang zu begleiten, wird das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Informationskampagne lancieren. Das Mandat für die Ausarbeitung einer nationalen Kampagne hat es öffentlich ausgeschrieben.

DAB+ bekannter machen, das Hören von Digitalradio fördern und die Zahl der DAB+-tauglichen Radioempfangsgeräte in den Haushalten und Fahrzeugen erhöhen – das sind die Ziele der Informationskampagne, die 2017 und 2018 laufen wird. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wird das BAKOM ein Unternehmen damit beauftragen, die schweizweite Kampagne zu führen. Dafür wurde ein Budget von 4 Millionen Franken für zwei Jahre vorgesehen. Dieser Betrag wird gemäss Artikel 109a des am 1. Juli 2016 in Kraft tretenden revidierten Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) aus den Gebührenanteilen entrichtet, die in den letzten Jahren nicht an Veranstalter lokal-regionaler Programme verteilt werden konnten.

Die Kommunikationskampagne wird in enger Zusammenarbeit mit der Radiobranche durchgeführt, welche die Kampagne auch in ihren eigenen Programmen unterstützt. Die Auftragsvergabe ist für November 2016 vorgesehen. Die Kampagne dürfte spätestens Anfang 2017 starten.

Gesetzlicher Auftrag

Die Kommunikationskampagne stützt sich auf Artikel 58 des revidierten RTVG. Dieser sieht vor, dass das BAKOM mit externen Unternehmen zusammenarbeiten kann, um die Öffentlichkeit über neue Technologien im Bereich der elektronischen Medien zu informieren. Ausserdem wird so dem Wunsch der Radiobranche aus dem Jahr 2014 entsprochen, die Verbreitung über Ultrakurzwelle (UKW) spätestens 2024 einzustellen. Die Branche hatte der Bundesrätin Doris Leuthard damals Vorschläge zur Umsetzung dieser Migration vorgelegt. Die Kommunikationsmassnahmen sollen dazu beitragen, die Übergangsphase so kurz wie möglich zu halten.

Ein parallel geführtes Angebot von UKW und DAB+ erhöht die Verbreitungskosten für die Veranstalter. Mit dem neuen, ab 1. Juli geltenden RTVG wird die Unterstützung des Bundes bei der Entwicklung neuer Technologien verstärkt. Der Umstieg auf die digitale Radioverbreitung soll in zwei Phasen erfolgen: Bis Ende 2019 sollen alle UKW-Programme auch digital auf einer DAB+-Plattform verfügbar sein. Schritt für Schritt soll anschliessend die UKW-Übertragung eingestellt werden, wobei insbesondere berücksichtigt wird, wie hoch die Nutzungsrate von Digitalradios in den Haushalten ist.

Vorteile von DAB+

Für die digitale Migration spricht insbesondere der technische Fortschritt. DAB+ erlaubt einen stabilen, klaren Empfang in hoher Qualität. Ausserdem können die Veranstalter ihre Radioprogramme mit Texten, Grafiken, interaktiven Diensten und Serviceleistungen wie beispielsweise Wetter- oder Verkehrsinformationen ergänzen. Die Frequenzen werden zudem effizienter genutzt und ermöglichen die Verbreitung von mehr Programmen in grösseren Sendegebieten.

Text: Bundesamt für Kommunikation (Bakom)

Purtret: SRG.D

Questa contribuziun pudess era plaschair Vus

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SRG punktet mit Qualität, Private mit lokalem Bezug

Die Schweizerinnen und Schweizer geben den von ihnen genutzen Radio- und Fernsehprogrammen laut einer Bakom-Studie gute Noten. Insgesamt schneidet die SRG besser ab als private Anbieter. Die No-Billag-Debatte wirkt sich eher positiv auf die Bewertung der SRG-Sendungen aus.

Leger vinavant

Ans communitgai Voss parairi (per plaschair cun resguardar Netiquette/cundiziuns generalas da fatschentas)

  1. Aenny Vonow 06/16/2016 9:33 vorm.

    Das ist schön und gut, aber was geschieht in Zukunft mit all den Radiogeräten (auch ältere Autoradios) welche nicht über DAB+ verfügen? Wie ich lese können sie teils aufgerüstet werden aber längst nicht alle?
    Was machen wir mit den ausgedienten Geräten, sind diese in Zukunft alle unbrauchbar, Abfall sozusagen?

  2. Michael Niederer 06/17/2016 2:33 nachm.

    Die digitale Übertragungstechnik von Radioprogrammen ist ein guter und wichtiger Schritt in die Zukunft. Die DAB+-Technik ergänzt, aber ersetzt keinesfalls die UKW-Sender. Viele Radiohörer verfügen noch über keine DAB+-Empfänger. In Luftschutzanlagen ist DAB nicht oder nur sehr ungenügend zu empfangen. Nur wenige Fahrzeuge sind mit DAB ausgerüstet. Deshalb ist nicht die Frage DAB oder UKW. Die Antwort heisst UKW als Back-bone der Informationsversorgung und DAB als Ergänzung.

  3. Häberling Ilse 06/19/2016 5:06 nachm.

    Kann ich mit einem normalen Radio dann überhaupt noch Sender empfangen?
    Bin ich dann gezwungen neue Radios zu kaufen, wer gibt uns dann das Geld dazu?
    Was passiert dann mit den Radios, welche im umlauf sind?

  4. Hanspeter Lindner 06/24/2016 3:53 nachm.

    Ich habe ein Ferienhaus in der Nähe von Pont d'Ain (F) wo ich dank UKW die Schweizer
    Programme noch einwandfrei empfangen kann, Können Sie mir garantieren, dass ich
    diese auch mit DAB empfangen kann. Ansonsten: DAB = der andere Blödsinn- kostet mehr und bringt nichts. Die Ausrede von "besserer Qualität" ist nur messbar aber nicht hörbar.

  5. SRG Deutschschweiz 08/09/2016 3:56 nachm.

    Liebe Frau Vonow,

    die alten Radiogeräte werden Umweltschonend recycliert. Das so gewonnen Material kann bis zu 90 % wieder verwertet werden. UKW Radios die zu Hause eingesetzt werden können nicht auf DAB+ aufgerüstet werden. Bei den Autoradios ist dies aber möglich.

  6. SRG Deutschschweiz 08/09/2016 4:27 nachm.

    Lieber Herr Niederer

    Der endgültige Umstieg von UKW auf DAB+ ist auf 2024 geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt werden im Handel keine UKW Radios angeboten. Bereits heute können aber die meisten verkauften Radios DAB+ und UKW empfangen. Der Empfang im Luftschutzkeller funktioniert bereits heute mit einer Aussenantenne. So ist der Empfang von DAB+ und UKW gewährleistet. Ende 2015 wurde über 65 % der verkauften Neuwagen mit DAB+ ausgeliefert und der Anteil steigt stetig.

  7. SRG Deutschschweiz 08/09/2016 4:36 nachm.

    Liebe Frau Häberling

    Sie können leider mit einem UKW Gerät keine DAB+ Probramme hören. Um DAB+ zu hören, benötigen Sie ein DAB+ taugliches Gerät. Jeder Haushalt ist für den Empfang selber verantwortlich, kann sich für eine mögliche Empfangsform entscheiden sowie günstigere oder teurere Geräte erwerben. Die SRG hat darauf keinen Einfluss und kann im Zusammenhang mit der Einstellung von UKW nur allgemeine Empfehlungen und Tipps abgeben, sind doch gegenwärtig einige hundert DAB+ Geräte auf dem Markt. Für deren Support sind in erster Linie die Hersteller und der Fachhandel zuständig. Die alten Radiogeräte werden umweltschonend recycliert. Das so gewonnen Material kann bis zu 90 % wieder verwertet werden. UKW Radios die zu Hause eingesetzt werden, können nicht auf DAB+ aufgerüstet werden, bei den Autoradios ist dies aber möglich.

  8. SRG Deutschschweiz 08/09/2016 4:38 nachm.

    Lieber Herr Lindner

    Ziel von DAB+ ist die terrestrische Verbreitung der Radio-Programme in der Schweiz. Die Programme des Schweizer Radios sind teilweise auch im grenznahen Ausland empfangbar. Eine Garantie dafür können wir Ihnen aber nicht geben. Ob die SRG-Programme digital weiterempfangen werden können, lässt sich mit einem automatischen Sendersuchlauf eines DAB+ Empfängers feststellen.

  9. Jürg Weber 08/26/2016 12:24 nachm.

    Aufgrund der schönen Worte vom Bakom habe ich seinerzeit auf DAB-Radio umgestellt. Nach ca. 2-3 Jahren waren diese Geräte bereits nicht mehr up-to-date da DAB+ eingeführt wurde und die alten Geräte nicht kompatibel sind.
    Ich glaube nicht, dass DAB+ Bestand hat ind kaufe möglichst wenighe DAB+-Radios. Der Standard wird doch ohne irgendeinen Voravis umgestellt und die alten Geräte, auch wenn Sie teuer waren, landen auf dem Mist. Das ist Modernisierung auf dem Rücken der Verbraucher!!!
    Hört doch auf mit der Reklame für DAB+. Ich glaube gar nichts mehr!

  10. Burri Hans 11/15/2016 5:28 nachm.

    Guten Tag

    Ich nutze DAB und schon länger DAB+.
    Die Senderwahl der meistenm DAB+ Empfänger ist sehr unbefriedigend. Anstelle wie bei meinen 3 DAB Geräten mit nur 4, resp.5 Direktwahl-Tasten und einer Shift Taste sollten alle neuen DAB EMpfänger eine numerische Wahl von beliebig vielen Sender ermöglichen.
    Ich verstehe nicht, weshalb dies nicht schon lange Standart ist.
    Vieleicht können Sie bei den Herstellern intervenieren, damit wie beim Natel oder Sat- Empfängern die Bedienbarkeit erleichtert wird.

    Mit freundlichen Grüssen
    Hans Burri