Über die Relevanz von «Tagesschau»-Beiträgen
SRG Svizra tudestga Ombudsstelle

Über die Relevanz von «Tagesschau»-Beiträgen

Ombudsmann Roger Blum hatte sich bei einer Beanstandung der «Tagesschau» vom 30. April 2017 vor allem mit der Relevanz verschiedener Beiträge zu befassen. Welche Informationen sind relevant genug, damit sie es in die «Tagesschau» schaffen? Welchen Fokus wählt die Redaktion bei einem Ereignis und warum?

Die folgenden drei Beiträge der «Tagesschau» vom 30. April 2017 wurden von einem Fernsehzuschauer beanstandet: Der Absturz des Bergsteigers Ueli Steck, Regierungswahlen in der Waadt und die Abstimmung der SP-Basis über die Reform der Altersvorsorge. Bei den Beiträgen über Ueli Steck und die SP-Abstimmung bezweifelt der Beanstander, dass sie für die «Tagesschau» relevant sind. Bei den Regierungswahlen in der Waadt missfällt ihm den von der «Tagesschau» gelegten Fokus auf das Scheitern der SVP.

Franz Lustenberger, Vertreter der Redaktion «Tagesschau», und Ombudsmann Roger Blum kommen zum Schluss, dass der Bericht über Ueli Steck gerechtfertigt war. Steck sei ein Pionier gewesen und habe in seiner  Disziplin zu den Weltbesten gehört. Als angemessen beurteilen sie auch die Berichte über den verpassten Wiedereinzug der SVP in die Waadtländer Regierung sowie die Urabstimmung der SP zur Altersreform 2020. Denn bei den Waadtländer Staatsratswahlen hätte es eine bürgerliche Wende bedeutet, wenn die SVP ihren früher verlorenen Sitz in der Waadtländer Regierung zurückerobert hätte.

Programme, Beschlüsse, Parolen etc. der Bundesratsparteien, die im Parlament Fraktionsstärke haben, gehörten laut den Publizistischen Leitlinien zum Pflichtstoff für die «Tagesschau». Das seien relevante Informationen in einer direkten Demokratie. Deshalb finden Lustenberger und Blum auch den Beitrag über die SP-Abstimmung gerechtfertigt.

Mehr zur Beanstandung, den Überlegungen der Redaktion und den Schlussfolgerungen des Ombudsmannes erfahren Sie im:

Schlussbericht Ombudsstelle 5076

Zur «Tagesschau» vom 30. April 2017


Text: SRG.D/dl

Purtret: Moderatorin Katja Stauber bei der Anmoderation eines beanstandeten Beitrags. «Tagesschau» vom 30. April 2017, Screenshot SRF

Questa contribuziun pudess era plaschair Vus

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«Tagesschau» vom 30. April 2017 beanstandet

5076 | Mit Ihrer E-Mail vom 1. Mai 2017 beanstandeten Sie die «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SRF vom 30. April 2017 und dort die Beiträge über den Tod von Ueli Steck, die Wahlen in der Waadt und die Urabstimmung in der SP. Ihre Eingabe entspricht den formalen Anforderungen an eine Beanstandung. Ich kann folglich darauf eintreten.

Leger vinavant

Tut ils rapports finals dal mediatur/da la mediatura Guardar ussa

Ans communitgai Voss parairi (per plaschair cun resguardar Netiquette/cundiziuns generalas da fatschentas)

  1. Josef Fries 07/12/2017 9:21 vorm.

    Dass Ueli Steck ein Pionier war und zu den Weltbesten gehörte, das bezweifelt niemand, dass sein Tod aber absehbar war das war doch auch jedem klar.
    Es ist nicht die Berichterstattung an und für sich, es ist die fast unaufhörliche Berichterstattung die die Zuschauer nerfen.
    Genau so läuft die Bericherstattung nun über die Bundesratswahl.!!
    Seit ende Juni vergeht fast keine Tagesschau ohne spekulationen wer nun Bundesrat wird.!!
    Man bedenke, die Wahlen sind erst am 20.09.2017.
    Es ist nur zu hoffen dass nicht 3 Monate lang spekuliert wird, denn so verliert die SRG mit Garantie wieder Zuschauer.

  2. Grüter, Roland 01/06/2019 2:46 nachm.

    Guten Tag Herr Blum

    (Etwas feinfühlig) Ihre Hetzt (Tagesschau) als Beitrag zum Rentenproblem „Die Alten nehmen die Jungen aus“, ist absolut diskriminierend und einseitig, extrem formuliert grenzt diese Aussage an Rassismus.
    Die Alten zahlten über Jahrzehnte Beiträge an die Rentenversicherungen. Aber das wird übersehen. Der ganze Beitrag ist eine Lobby-Arbeit für die Rentenkassen, unerhört und von einer fundierten, objektiven Berichterstattung entfernt.¨
    Kein Wort über die Milliardengewinne, die generiert wurden, kein Wort über die irrwitzigen Verwaltungskosten je Versicherungsnehmer usw. Die Versicherer machten letztes Jahr keine Gewinne mehr, schon hauen sie wieder um sich mit fadenscheinigen Vorwürfen, „die Alten leben auf Kosten der Jungen“, transportiert durch die Tagesschau.

    Freundlich
    Roland Grüter
    Seeburgstr. 26 6006 Luzern
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