Ombudsmann stellt sich hinter USA-Korrespondenten
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Ombudsmann stellt sich hinter USA-Korrespondenten

Peter Düggeli ist USA-Fernsehkorrespondent von SRF in Washington. Mit seinen Berichten und Einschätzungen informiert er das SRF-Publikum regelmässig über das aktuelle (politische) Geschehen in den USA. Ein Fernsehzuschauer übt heftige und pauschale Kritik an Düggelis Arbeit. Er wirft ihm vor, tendenziös zu berichten und Fakten falsch wiederzugeben. Ombudsmann Roger Blum kann der Beanstandung nicht zustimmen und stellt sich hinter den kritisierten Korrespondenten.

Zur Prüfung der in der Beanstandung formulierten Kritik haben sowohl die SRF-Verantwortlichen als auch Ombudsmann Roger Blum je zehn Beiträge bzw. Live-Gespräche der «Tagesschau» bzw. von «10vor10» mit Peter Düggeli analysiert.

Franz Lustenberger (Vertreter «Tagesschau») und Christian Dütschler (Redaktionsleiter «10vor10») kommen zum Schluss, dass in Düggelis Beiträgen und Berichten immer alle Seiten zu Wort kämen. Die Einschätzungen seien sachlich abgestützt und nachvollziehbar. Das Publikum könne sich eine eigene Meinung bilden.

«Fakten sind manchmal unangenehm, aber deswegen kann man sie nicht zu Fake News erklären.» Ombudsmann Roger Blum

Unliebsame Fakten vs. Fake News

Die Anforderungen an einen SRF-Korrespondenten bzw. eine Korrespondentin sind hoch. Nebst überdurchschnittlichen Qualifikationen sei auch ein grosses Engagement gefordert, formulieren Lustenberger und Dütschler die Erwartungen seitens SRF. Ein Korrespondent müsse zudem neben korrekten Fakten vor allem auch eine analysierende Einordnung vermitteln. Düggeli erfülle alle Anforderungen. Er sei ein äusserst kompetenter und verlässlicher Kollege, der keinen Aufwand scheue, sind sich Dütschler und Lustenberger einig.

Auch Ombudsmann Roger Blum stellt sich hinter Düggeli. Dieser berichte und analysiere nüchtern, redlich und fair. Seine Einschätzungen seien treffend. Er vermittle belegbare Fakten und keine Fake News. Fakten seien nicht Dinge, die man sich wünsche, gibt Blum zu bedenken. Vielmehr seien Fakten belegbare Zustände, Ereignisse, Entwicklungen, Aussagen. «Fakten sind manchmal unangenehm, aber deswegen kann man sie nicht zu Fake News erklären», so Blum.

Der Ombudsmann unterstützt die Beanstandung nicht.


Schlussbericht Ombudsstelle 5162

Zu den analysierten Sendungen

Tagesschau vom 5. September 2017
Tagesschau vom 4. September 2017
Tagesschau vom 3. September 2017
Tagesschau vom 29. August 2017
Tagesschau vom 26. August 2017
Tagesschau vom 22. August 2017
Tagesschau vom 20. August 2017
Tagesschau vom 18. August 2017
Tagesschau vom 14. August 2017
Tagesschau vom 4. August 2017
 

10vor10 vom 29. August 2017
10vor10 vom 18. August 2017
10vor10 vom 31. Juli 2017
10vor10 vom 27. Juli 2017
10vor10 vom 12. Juli 2017
10vor10 vom 13. Juni 2017
10vor10 vom 8. Juni 2017
10vor10 vom 7. Juni 2017
10vor10 vom 1. Juni 2017
10vor10 vom 31. Mai 2017


Text: SRG.D/dl

Purtret: USA-Korrespondent Peter Düggeli in «Tagesschau» vom 14. August 2017, Screenshot/SRF

Questa contribuziun pudess era plaschair Vus

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USA-Berichterstattung von Korrespondent Peter Düggeli beanstandet

5162 | Mit Ihrer E-Mail vom 6. September 2017 beanstandeten Sie die USA-Berichterstattung von SRF-Fernseh-Korrespondent Peter Düggeli, indem Sie schrieben: «Wie lange müssen wir noch den Peter Düggeli/Washington aushalten? Er ist bitte dringend zu entfernen. Sein Schwachsinn ist unglaublich. Er verzapft nach seinem Gusto (Trump basher) völligen Blödsinn daher, ist wiederholt weit weg von der US-Realität und -Wahrheit. Er ist eine Schande für die Schweiz.» Ihre Eingabe entspricht – vor allem nach der nachgelieferten Begründung – den formalen Anforderungen an eine Beanstandung. Ich kann folglich darauf eintreten.

Leger vinavant

Tut ils rapports finals dal mediatur/da la mediatura Guardar ussa

Ans communitgai Voss parairi (per plaschair cun resguardar Netiquette/cundiziuns generalas da fatschentas)

  1. Ruedi Haltiner 10/25/2017 8:11 vorm.

    Dass einer so pauschal abgefassten und weitgehend diffamierenden Eingabe eine derart grosse Aufmerksamkeit zukommt, spricht für die SRG und deren Verantwortlichen. Für den vermeintlichen "Amerika-Kenner" mit seinen "kalifornischen Freunden" spricht hingegen nichts - aber auch gar nichts. Anderen Schwachsinn vorzuwerfen und sich selber ausserstande sehen, eine Kritik sachbezogen vorzutragen, ist in sich bereits ein Widerspruch.