Werbung im TV kommt bei Zuschauern an
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Werbung im TV kommt bei Zuschauern an

Vertrauen ist eine entscheidende Währung, wenn es um die Wirkung eines Werbemediums geht. Die Marktforscher von Nielsen untersuchen daher alle zwei Jahre, welches Vertrauen die Konsumenten weltweit unterschiedlichen Werbemedien entgegenbringen. Die aktuellste Untersuchung zeigt: Das TV geniesst global das höchste Vertrauen aller Paid Media-Gattungen (bezahlte Werbung in Medien wie TV, Radio, Print, Kinowerbung etc.).  Im Unterschied zu vielen anderen Werbemedien konnte das TV in Sachen Vertrauen gegenüber 2013 auch nochmals zulegen.

Um zu untersuchen, wie stark das Vertrauen der Verbraucher in verschiedene Werbemedien ist, haben die Marktforscher von Nielsen für den «Global Trust in Advertising Report» mehr als 30 000 Konsumentinnen und Konsumenten in 60 Ländern online befragt. Im Einzelnen wurden 13 Paid Media Formen, drei Owned Media Gattungen und drei Formen von Earned Media hinsichtlich des Verbrauchervertrauens analysiert.

Die Studie zeigt: TV geniesst das grösste Vertrauen aller Paid Media-Gattungen. Insgesamt vertrauen 63 Prozent der Konsumenten weltweit Werbung im TV. Damit liegt das Fernsehen in puncto Vertrauen vor anderen klassischen Werbeformen wie Anzeigen in Zeitungen (60%) oder Magazinen (58%), Aussenwerbung (56%), Radiospots (54%) und Kinowerbung (54%). TV-Werbung wird auch wesentlich mehr vertraut als Online-Video-Werbung (48%), Werbung in Sozialen Medien (46%), Mobile Ads (43%) oder Bannerwerbung (42%). Hinzu kommt: TVWerbung ist die einzige untersuchte Paid Media-Form, der die Konsumenten heute noch mehr Vertrauen schenken als vor zwei Jahren.

Noch mehr als der TV-Werbung vertrauen die Verbraucher – was nicht überrascht – nur persönlichen (83%) und online gegebenen (66%) Weiterempfehlungen anderer Konsumenten, Markenwebseiten (70%) und redaktionellen Beiträgen (66%).

Werbewirkung im TV am grössten

Das TV schneidet aber nicht nur exzellent ab, was das Verbrauchervertrauen betrifft. Es liegt auch an der Spitze der Paid Media-Gattungen, wenn es um die ganz konkrete Handlungsauslösung geht. 69 Prozent der Konsumenten weltweit geben an, durch TV-Werbung dazu animiert zu werden, weitere Informationen zu beworbenen Produkten zu suchen oder Einkäufe zu tätigen. Andere Werbeformen wie Anzeigen in Zeitungen (63%) oder Magazinen (62%), Aussenwerbung (58%), Social Media Werbung (56%) oder Radiowerbung (54%) setzen in dieser Hinsicht weniger Impulse.

Junge stehen auf Action

Untersucht hat die Studie des Weiteren auch, welche inhaltlichen Arten von Werbung, d.h. welche Themen den grössten Anklang finden. Weltweit finden dabei Ausschnitte aus dem Alltag (44%), Humor (41%) und Gesundheits-Themen (36%) am meisten Resonanz. Bei den jungen Konsumenten steht zudem Actiongeladene Werbung überdurchschnittlich hoch im Kurs (gesamt: 21%; Millennials & Gen Z: 28%).


Text/Quelle: publisuisse
Bild: iStockphoto

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  1. J. Straeuli 14.10.2015 09:06

    Folter wird bestraft. Die heutige Werbung ist Folter. xmal am Tag müssen wir die ,teils primitiven Spots anschauen. Die Sendezeiten werden nicht eingehalten zu gunsten der Werbung . Wenn das so weitergeht ist bald mehr Werbung auf dem Sender. Alles schimpft über die Werbung. Aber eben , das liebe Geld ist wichtiger als die Zuschauer.

  2. Hanspeter Lindner 17.10.2015 14:15

    Bin total einverstanden mit dem Kommentar von J. Streuli. Unsinn wird durch x-malige Wiederholung nicht besser. Natürlich gibt es auch witzige oder aufklärende Werbung, etwa 10%
    sind lustig und seriös. Das führt dazu, dass ich nach der Tagesschau meistens umschalte auf
    werbefreie Sender ( ARD, ARTE, ZDF etc.) Denn die Verblödung der Zuschauer ist wohl nicht
    das Ziel des Schweizer Fernsehens.

  3. Ammann Klaus 18.10.2015 11:45

    Der Bettwaren-Fischer-Spot - seit Jahren unverändert geht total auf die Nerven. Genauso der doofe Winter Ausrutsch-Spot der in den kommenden Tagen garantiert wieder kommt ist zum Kotzen. Das ist für mich jeweils Anlass , den Sender zu wechseln.
    Die Migroswerbungen sind aber auch unterhaltend.