«Kontext»: Der Journalismus am Ende – Oder doch nicht?
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«Kontext»: Der Journalismus am Ende – Oder doch nicht?

Klassische Medien bauen ab, rationalisieren und sparen – während andere aufrüsten. Dazu gehören die sozialen Medien oder Presseabteilungen von Regierungen und Unternehmen. «Kontext» fragt Experten vom Fach wie Daniel Vogler, Susan Boos und Matthias Zehnder, wo da der Journalismus bleibt. Christoph Keller moderiert die Sendung.

Kostendruck, Stellenabbau, die Rede von Fake News, von Lügenpresse und ein weit verbreitetes Misstrauen – den freien Medien ging es auch schon besser. Der «Tages-Anzeiger» rationalisiert, die Zeitschrift «L’Hebdo» ist verschwunden, Christoph Blocher steigt zu einer neuen Macht im Gratisblätterwald auf. Und immer mehr Menschen orientieren sich an den sozialen Medien. Sind die klassischen Medien also am Ende, und auch der Journalismus? Darüber debattieren Daniel Vogler, Forschungsleiter am Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich, Susan Boos, Chefredakteurin der «WochenZeitung», und Matthias Zehnder, Buchautor, freischaffender Publizist und Medienexperte, unter der Leitung von Christoph Keller.


Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 30. August 2017, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur


Text: SRF

Bild: SRF/Keyvisual

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  1. Alex Schneider 30.08.2017 05:40

    Soziale Medien und Demokratie

    Mit dem Aufkommen der sozialen Medien wird offensichtlich, dass die neutralen Informationen der etablierten Medien, aber auch die veröffentlichten Meinungen und Kommentare der Journalisten und der gewählten Politiker ihre bisher unbestrittene Leitfunktion verloren haben. Das bekommen insbesondere die Printmedien zu spüren. Die Meinungsbildung im Volk wird aber durch die sozialen Medien breiter abgestützt und damit die Indoktrination durch die Mainstream-Medien erschwert. Für die Demokratie ist dies grundsätzlich ein Gewinn.