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Sport und Information im Visier

Der Publikumsrat SRG.D nahm in den letzten Wochen drei TV Sendungen und einen Radiosender unter die Lupe: «Super League Goool», «Sportpanorama», «Rundschau talk» sowie Radio SRF 4 News.

«Super League Goool» und «Sportpanorama» auf TV SRF 2

Seit dieser Saison berichtet Fernsehen SRF 2 am Sonntagabend um 18 Uhr in «Super League Goool» wenige Minuten nach dem Abpfiff der drei Sonntagspartien über alle Spiele und Tore der Super League. Das traditionelle «Sportpanorama» wurde deshalb leicht gekürzt – es beginnt nun um 18.30 Uhr und dauert 55 Minuten.

Für den Publikumsrat ist klar: Ob mit oder ohne «Super League Goool» – das «Sportpanorama» ist und bleibt der Klassiker, an dem in der Schweiz kein Sportfan vorbeikommt. Gelobt wird insbesondere die journalistische Qualität und inhaltliche Vielfalt der Sendung, die mit Analysen und Hintergründen weit über reine Resultatberichterstattung hinausgeht. Das «Sportpanorama» unterscheidet sich so klar von Online-Angeboten und Pay-TV-Sendern.

Kein Konsens herrscht im Publikumsrat hingegen über die Ausgliederung der Super League in die Sendung «Goool». Freuen sich die einen über die kompakte Form und den prompten Service der neuen Fussballsendung, so fragen sich andere, ob diese Art der Spielberichte wirklich einen Mehrwert bietet, oder ob die Super League im «Sportpanorama» inhaltlich nicht besser eingebettet wäre. Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Rat bei den «Goool»-Experten, die kaum Mehrwert bieten, und in der Ausgestaltung der Sendung, die als sehr konventionell empfunden wird. Durchwegs gute Noten gab es indes für die Moderatoren der beiden Sportsendungen, die als sympathisch und souverän wahrgenommen werden. Für die Zukunft wünscht sich der Publikumsrat jedoch – sowohl bei «Goool» als auch beim «Sportpanorama» – neben den männlichen Gesichtern mindestens eine Moderatorin.

«Rundschau talk» auf Fernsehen SRF 1

Im «Rundschau talk» interviewen Susanne Wille und Sandro Brotz seit Anfang April vier Mal pro Jahr Persönlichkeiten: Bundesräte, Spitzenpolitikerinnen, Wirtschaftsführer oder Vertreterinnen internationaler Organisationen. Ergänzt wird die Sendung durch Video-Einspieler zum jeweiligen Thema.

Der Publikumsrat ist sich einig: «Rundschau talk» ist vielversprechend gestartet und macht Lust auf mehr. Das Konzept der Sendung gefällt gut, weil es Vertiefung und Einordnung erlaubt, Viel Lob gab es für die ruhige und respektvolle Gesprächsatmosphäre und das Moderations-Duo, das dem jeweiligen Gast ausreichend Zeit für seine Ausführungen lässt, das Gespräch aber trotzdem steuert und sorgfältig nachfragt. Auch die formale Umsetzung kommt mehrheitlich gut an.

Der Rat regt an, bei der Auswahl der Gäste den Claim «Menschen, die bewegen» breit zu interpretieren und sich nicht nur auf Persönlichkeiten aus dem Bundesrat oder der Polit- und Wirtschaftselite zu fokussieren. Er wünscht sich überdies, dass im «Rundschau talk» künftig auch Frauen zu sehen sein werden.

Radio SRF 4 News

Am 5. November 2007 ging SRF 4 News als reines Informationsprogramm erstmals auf Sendung. Seither sind zehn Jahre vergangen und im Programm wurde viel Bewährtes belassen, aber auch viel Neues hinzugefügt. So etwa die 60-sekündigen «Social Audios» zu aktuellen Polit- und Wirtschaftshemen, für welche die SRF 4-News-Redaktion seit Sommer 2017 O-Ton-Material produziert. Publiziert werden die Kurzformate auf der Facebookseite von SRF News.

Die Ratsmitglieder schätzen die publizistische Leistung von SRF 4 News und loben die Fülle und die hohe Qualität der Sendeinhalte, die Seriosität und Kompetenz ausstrahlen. Optimierungspotenzial wurde bei der teilweise unübersichtlichen Programmstruktur von SRF 4 News und den Wiederholungen, aber auch bei der gesamten Newsstrategie von SRF geortet. Der Rat würde es begrüssen, wenn die wertvollen Sendungen von SRF 4 News vermehrt auch auf Radio SRF 1, 2 und 3 zu hören wären und so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden könnten.

Text: SRG.D/Publikumsrat

Bild: SRF/Keyvisual

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