Gold für den Sport, Silber für die «Arena»
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Gold für den Sport, Silber für die «Arena»

Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz war in den letzten Wochen sowohl politisch wie auch sportlich unterwegs: Im Fokus standen die Diskussionssendung «Arena» und die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz.

Eine ungewohnte Situation für Moderator Jonas Projer und Gregor Meier, stellvertretender Chefredaktor SRF: Für einmal standen sie in der Arena und mussten sich den kritischen Fragen des Publikumsrates stellen, der die Sendungen von Dezember 2016 bis Mitte Februar 2017 intensiv beobachtet hatte.

Der Publikumsrat war sich einig, dass die «Arena» nach wie vor einen wichtigen Beitrag zur politischen Meinungsbildung leistet und ihrem Informationsauftrag im Sinne des Service public gerecht wird. Der vermehrte Einbezug des Studiopublikums wird als Aufwertung empfunden, wie auch die animierten Grafiken und Videoeinspielungen, mit denen komplexe Sachverhalte erklärt und veranschaulicht werden. Ebenfalls positiv erwähnt wurde der Versuch, die Sendung mit neuen Elementen aufzuwerten – auch wenn sich nicht alle gleich gut bewähren. Gelobt wurde aber insbesondere die Leistung von Jonas Projer, der als kreativer, inhaltlich souveräner und dossiersicherer Moderator wahrgenommen wird, der dezidiert und hellwach durch die Sendungen führt.

Viel zu diskutieren gab die Auswahl der Gäste und die daraus resultierende Diskussionskultur in der «Arena». Aufgrund der Tatsache, dass Politikerinnen und Politiker anscheinend vielfach nicht bereit sind, sich vor der Kamera auf einen konstruktiven Dialog einzulassen, wurde der Wunsch geäussert, dass vermehrt auch Personen aus andern Kreisen der Zivilgesellschaft eingeladen werden. Die Ratsmitglieder stellten fest, dass die Gäste aus der Politik oft den gestellten Fragen ausweichen und stattdessen pauschale, vorbereitete Statements abgeben. Der Erkenntnisgewinn für die Zuschauenden bleibt so bescheiden, die Polarisierung in der Gesellschaft wird zusätzlich verstärkt und die Attraktivität der «Arena» geschmälert. Ein Mitglied des Publikumsrats brachte es auf den Punkt: «Weshalb soll ich einer Diskussionsrunde zuhören, in der sich die Diskutierenden gegenseitig nicht zuhören und einzig auf ihren Standpunkten beharren?»

Wenig zu bemängeln, dafür ganz viel Lob gab es vom Publikumsrat SRG.D für die gesamte Sport-Crew von SRF für ihre hervorragende Leistung auf allen Kanälen an der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Fazit: eine zusätzliche Goldmedaille für die Schweiz!

Text: SRG.D

Bild: SRF/Collage: nm

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  1. Angela Kissling 07.03.2017 10:23

    Sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen Dank für Ihre Arbeit im Publikumsrat. Es hat mich besonders gefreut, dass Herr Projer sein verdientes Lob bekommt. Auch, dass Ihnen aufgefallen ist, wie unhöflich sich viele Diskussionsteilnehmende benehmen. Sie fallen einander immer ins Wort und eine eigene Meinung scheinen sie nicht zu haben. Es wäre schön, wenn endlich wieder Menschen mit Mut zur eigenen Meinung und mit Anstand in die Arena eingeladen werden. Wir mussten schon oft die Sendung abstellen, weil wir diese Un-Kultur der Diskussion nicht mehr ertragen haben. Die Themen sind nämlich jeweils gut vorbereitet und erklärt, nur die Gäste benehmen sich schlecht. Freundliche Grüsse, Angela Kissling
    PS: wir sind totale Fans der Sportabteilung von SRF SUPER!!!!!