Zahlen und Fakten: Medien als Wirtschaftsfaktor
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Zahlen und Fakten: Medien als Wirtschaftsfaktor

Der mediale Service public wird in der öffentlichen Diskussion meist als Kostenfaktor wahrgenommen. Fakt ist: Die von der No-Billag-Initiative betroffenen Medienhäuser sind als Arbeitgeber und Leistungsträger mit einem Gesamtjahresumsatz im Milliardenbereich ein relevanter Faktor für die Schweizer Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze – nicht nur national, sondern auch regional.

Kamerafrau, Journalist, IT-Spezialistin, Grafiker, Projektleiterin, Beleuchter, Visagistin, HR-Fachmann, Controller, Dokumentalistin, Regisseur, Produzentin, Redaktionsleiter: Das sind einige der vielen Berufe, welche die gebührenfinanzierten Medienhäuser als Arbeitgeber in der ganzen Schweiz brauchen – aber auch Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten.

1 Milliarde Franken Bruttowertschöpfung

Die SRG und die konzessionierten Privatsender erwirtschaften insgesamt eine Bruttowertschöpfung von fast einer Milliarde Franken. Die gebührenfinanzierten Sender erwirtschaften beinahe so viel Wertschöpfung wie die Textil-und Bekleidungsindustrie zusammen und ist gemessen an der Wertschöpfung fast doppelt so gross wie die Agrochemie.

723 Millionen Franken Einkommen

13‘500 Arbeitsplätze lösen Einkommen der Arbeitnehmenden von 723 Millionen Franken aus. Davon fliesst ein Teil in Form von Konsumausgaben in den regionalen Wirtschaftskreislauf, also zu lokalem Handel und Gewerbe; ein anderer Teil geht in Form von Steuern an Städte und Gemeinden.

13'500 Arbeitsplätze

Die konzessionierten Privatsender und die SRG bieten als Arbeitgeber 6’800 Arbeitsplätze. Indirekt lösen die Aufträge dieser Sender weitere 6‘700 Arbeitsplätze in anderen Branchen aus.

90 % der Ausgaben bleiben in der Schweiz

Bis 2028 sollen die Ausgaben, welche bei der Erfüllung des Service-public-Auftrags der SRG anfallen, in der Schweiz getätigt werden, und zwar in den unterschiedlichsten Branchen (AV-Industrie, IT, Film, Bau, Energie usw.).

7,5 Millionen Franken für Aus- und Weiterbildung

Die SRG investierte in den letzten drei Jahren jährlich rund 2,5 Ausbildungstage respektive 7,5 Millionen Franken in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Pro Jahr sind in der SRG circa 50 Lernende sowie rund 80 Praktikantinnen und Praktikanten tätig. Zudem erhalten jedes Jahr circa 70 Stagiaires die Chance, eine journalistische Laufbahn einzuschlagen.

3-fache Bedeutung in der italienischen Schweiz

In der italienischsprachigen Schweiz ist die Bedeutung des medialen Service public mehr als dreimal so hoch wie im gesamten nationalen Durchschnitt. Obwohl der Bevölkerungsanteil der italienischen Schweiz etwas über 4 Prozent liegt, entfallen 17 Prozent der Arbeitsplätze des medialen Service public auf diese Region. Auch die Westschweiz hat einen höheren Beschäftigungsgrad (29 Prozent) im Bereich des medialen Service public im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil (26 Prozent).

Text: Magazin LINK/BAK BASEL, «Volkswirtschaftliche Effekte des gebührenfinanzierten medialen Service public» 2016, SRG SSR

Bild: Peter Mosimann, SRF Vorbereitungen Lauberhornrennen/SRG.D

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  1. Angelika Honegger 07.02.2018 10:41

    Wir müssen uns schon fragen, was los ist. Überall wird gespart, als ob wir zu wenig Geld hätten! Migros und Coop planen die Zukunft ohne Personal an den Kassen! Selbstcheckout wollen die, da streike ich einfach - was ist das Ziel??? 99 % Arbeitslosigkeit??? Und das restliche Prozent streicht doch heute schon die ganz grosse Kohle ein!!! Es ist krank - die wollen mehr und mehr und mehr und kriegen den Hals nicht voll. Tja, so kann man schamlos, hemmungslos und auf korrupteste Weise manipulieren. Ist es wirklich das, was wir wollen? Da muss ein Riegel geschoben werden!