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Von Riesenlotto bis Minispenden: Die Höhepunkte aus 75 Jahren Glückskette

Angefangen hat alles mit einer Radiosendung, um die vom Krieg betroffene Kinder zu unterstützen. Inzwischen sammelt die Glückskette seit einem Dreiviertel-Jahrhundert für Menschen in Not. Von Riesenlotto bis Sackgeldspenden – im Video werfen wir einen Blick auf die Höhepunkte.

Seit ihres Bestehens hat sich die Glückskette zur wichtigsten Finanzierungsquelle der humanitären Hilfe in der Schweiz entwickelt. Bis heute hat der «humanitäre Arm» der SRG fast zwei Milliarden Franken gesammelt.

«Ich denke, die wichtigen Momenten bei der Glückskette sind aber nicht die grossen Geldbeträge», sagt Judith Schuler, Leiterin Kommunikation und Fundraising, «es sind die kleinen Spenden von Menschen, die 50 Franken von ihrer Rente spenden oder auch Kinder, die ihr Sackgeld geben». Solche Momente in der Sammelzentrale seien «unglaublich berührend», erzählt Schuler im Interview.

«Es sind die kleinen Spenden von Menschen, die 50 Franken von ihrer Rente spenden oder auch Kinder, die ihr Sackgeld geben».

Judith Schuler, Leiterin Kommunikation und Fundraising Glückskette

Die Geschichte der Glückskette beginnt 1946 in Lausanne. Am Ende des Zweiten Weltkriegs lebt ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung in Armut. Zwei Moderatoren des öffentlich-rechtlichen Westschweizer Radios (damals Radio Sottens, heute Radio Télévision Suisse RTS), Roger Nordmann und Jack Rollan, haben die Idee, gemeinsam mit ihren Hörerinnen und Hörern einen Solidaritätssender zu gründen.

«In den Anfängen gab es vor allem Sachspenden. Die Leute haben Pakete geschickt», erzählt Schuler, «die Lagerhallen von RTS und SRF waren jeweils überfüllt mit Sachspenden». Auch heute gibt es sie noch, die speziellen Glückskette-Aktivitäten. Jetzt während der Adventszeit versteigern Sportlerinnen und Sportler zusammen mit der Sendung «Gesichter & Geschichten» Trainingsstunden. Deren Erlöse kommen dann der Glückskette zugute. Und des Jubiläums wird mit einer speziellen Solidaritätswoche gedacht, die mit einem Sammeltag für Kinder in Not endet.

Solidaritätswoche: «Kinder in Not»

Anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums startet die Glückkette Sammelaktion, um Kindern in Not zu helfen. Ihr Ziel: Kindern und Jugendlichen in der Schweiz und auf der ganzen Welt eine Zukunftsperspektive zu schenken. Die Spenden der Solidaritätswoche vom 12. bis 17. Dezember kommen verschiedenen Projekten zugute.


Text: SRG Deutschschweiz

Bild: SRF/Oscar Alessio

Video: SRG Deutschschweiz

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