Fotos aus dem SRF-Archiv (LINK 2/2026)

Wir haben im SRF-Archiv nach Bildern gesucht, die zeigen, wie die Zukunft bereits früh im SRF-Programm thematisiert wurde – und wie Vertrauen durch Dialog sowie journalistische Verantwortung entsteht. Kommt Ihnen eines dieser Fotos bekannt vor? Teilen Sie Ihr Wissen oder Ihre Geschichte mit uns!

Bild: SRF (Screenshot)

1962

Roboter, elektronische Klassen­zimmer, sprechende Computer: Die Zukunft kam im SRG-Programm früh und oft sehr optimistisch daher. In den 1970er- und 1980er-Jahren erklärten Moderatorinnen und Reporter dem Publikum, wie neue Technologien den Alltag erleichtern und mehr Freiheit schaffen würden. Nicht alles traf ein, manches wirkt heute naiv – aber der Kern bleibt erstaunlich aktuell: die Hoffnung, dass Technik dem Menschen dient. Das Archiv zeigt, wie jede Gene­ration ihre Zukunft neu erfindet – mit Staunen, Skepsis und einer klaren Frage: Was davon wollen wir wirklich? Ein Roboter als Dienstbote? Im Bild («Schweizer Filmwochenschau», 1962) soll ein kleiner Roboter helfen, eine Zigarette anzuzünden – ohne Erfolg: Der Roboter zerbricht die Zigarette.

«Arena» zum Thema «Wer hat die Macht im Land?» mit Moderator Filippo Leutenegger (rechts), Bundesrat Moritz Leuenberger (links) und Studiogästen.
Bild: SRF

1998

Briefe im Studio, Anrufe live auf Sendung, frühe Publikumsabstimmungen: Beteiligung gehört seit Jahrzehnten zur DNA der SRG. Das Archiv zeigt, wie sich das Publikum Schritt für Schritt emanzipierte – vom Zuhören zum Mitreden. Heute ist Interaktion selbstverständlich. Die Frage bleibt dieselbe wie damals: Wie
schaffen Medien künftig Räume, in denen viele Stimmen Platz haben, ohne dass Vertrauen verloren geht? Im Bild «Arena» zum Thema «Wer hat die Macht im Land?» mit Moderator Filippo Leutenegger (rechts), Bundesrat Moritz Leuenberger (links) und Studiogästen.

gewaltiger Erdrutsch verschüttet Haus im Dorf
Bild: SRF

2000

Als in der Nacht auf den 15. Oktober 2000 ein gewaltiger Erdrutsch das Dorf Gondo verschüttete, wurde Information zur Überlebensfrage. Die SRG berichtete über Stunden live – mit bestätigten Zahlen, offenen Lücken und einer Sprache, die der Situation gerecht wurde. Genau hier zeigt sich die journalistische Verantwortung: sagen, was gesichert ist – und klar benennen, was noch unklar bleibt. Das Bild aus dem SRF Archiv erinnert daran, dass Vertrauen nicht durch Schnelligkeit entsteht, sondern durch Verantwortung. Besonders dann, wenn die Lage unübersichtlich ist und die Konsequenzen real sind. Gerade in einer Zeit, in der Informationen immer schneller zirkulieren, wird diese Haltung zum entscheidenden Anker für Glaubwürdigkeit.

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