Schwächen die sozialen Medien den Journalismus als «Vierte Gewalt»?
Ersetzen soziale Medien die klassischen Medien als «Vierte Gewalt»? Im Interview ordnet Medienforscher Linards Udris (fög, Universität Zürich) diese Frage differenziert ein. Er zeigt, warum soziale Plattformen zwar an Einfluss gewonnen haben, die demokratische Öffentlichkeit aber nicht automatisch stärken: Statt einer breiteren Mitsprache dominieren oft weiterhin mächtige Akteure die Debatten, die zudem zunehmend emotional und polarisiert verlaufen. Ein Gespräch über Macht, Algorithmen und die Grenzen digitaler Öffentlichkeit.