Was macht eigentlich die SRG Deutschschweiz?

Die SRG ist mehr als ein Medienunternehmen: Als Verein ist sie fest in der Bevölkerung verankert. In der Deutschschweiz übernimmt diese Rolle die SRG Deutschschweiz (SRG.D). Sie ist die Trägerschaft der SRG in der Region und damit ein wichtiger Pfeiler des medialen Service public. Doch welche Aufgaben erfüllt sie genau – und wie ist sie aufgebaut? Im neuen Video erklärt dies Host Luana.

Ein Verein mit öffentlichem Auftrag

Die SRG ist kein staatliches Unternehmen, sondern ein Verein, der das grösste Medienunternehmen der Schweiz mit öffentlichem Auftrag betreibt. Zu den Unternehmenseinheiten gehören unter anderem SRF, RTS, RSI, RTR und SWI swissinfo.ch.

Der Verein ist föderal organisiert. Das bedeutet, dass jede Sprachregion eine eigene Regionalgesellschaft hat, welche die Verbindung zwischen dem Medienunternehmen und der Bevölkerung sicherstellt. In der Deutschschweiz übernimmt diese Aufgabe die SRG Deutschschweiz.

Verbindung zwischen Publikum und Medien

Eine zentrale Aufgabe der SRG Deutschschweiz besteht darin, den Austausch zwischen der Bevölkerung und den Programmschaffenden zu fördern. Sie nimmt Anliegen aus der Gesellschaft auf und bringt diese in die Diskussion über den Service public ein.

Gleichzeitig leitet und unterstützt sie Debatten über die Rolle und Weiterentwicklung des öffentlichen Medienangebots in der Schweiz. Dazu betreibt die SRG.D eigene Kommunikationskanäle, etwa Newsletter, Veranstaltungen und das Magazin LINK, in denen sie Einblicke in die Arbeit der SRG und die Medienlandschaft gibt.

Ombudsstelle und Publikumsrat

Zu der SRG Deutschschweiz gehören ausserdem zwei gesetzlich verankerte Institutionen: die Ombudsstelle und der Publikumsrat.

Die Ombudsstelle ist eine unabhängige Schlichtungsstelle. Sie überprüft Beanstandungen zu Sendungen oder anderen publizistischen Inhalten von SRF, wenn der Verdacht besteht, dass Bestimmungen des Radio- und Fernsehgesetzes verletzt wurden. Die Ombudsstelle vermittelt zwischen den beteiligten Parteien und veröffentlicht ihre Einschätzung in einem abschliessenden Bericht.

Der Publikumsrat wiederum stellt sicher, dass die Perspektive des Publikums in die Programmarbeit einfliesst. Er begleitet die Programme von SRF, formuliert Beobachtungen und Anregungen aus Sicht der Zuschauerinnen und Zuhörer und steht im direkten Dialog mit den Programmschaffenden. 2025 wurde der Publikumsrat neu ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht heute ein sogenannter «Resonanzraum», in dem Menschen aus der Bevölkerung direkt mit SRF-Mitarbeitenden über Medieninhalte diskutieren können.

Demokratische Struktur

Die SRG Deutschschweiz ist demokratisch organisiert und verfügt über mehrere Gremien.

Das oberste Organ ist der Regionalrat. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Trägerschaft sowie des Regionalvorstands zusammen. Der Regionalrat wählt unter anderem die Präsidentin oder den Präsidenten der SRG Deutschschweiz, genehmigt die Jahresrechnung und trifft wichtige strategische Entscheidungen.

Als Führungsgremium fungiert der Regionalvorstand. Er besteht sich aus den Präsidentinnen und Präsidenten der sechs Mitgliedsgesellschaften sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung zusammen. Der Vorstand bereitet zentrale Entscheidungen vor und schlägt Personen für wichtige Funktionen innerhalb der Organisation vor.

Service public mit gesellschaftlicher Verankerung

Damit gewährleistet SRG.D, dass der mediale Service public nicht allein von einem Medienunternehmen gestaltet wird, sondern auch gesellschaftlich verankert bleibt. Über Mitgliedschaften, Veranstaltungen, den Publikumsrat oder die Ombudsstelle können Menschen aus der Deutschschweiz ihre Perspektiven einbringen und Rückmeldungen zum Programm geben. So bleibt die SRG im Austausch mit ihrem Publikum, und der öffentliche Medienauftrag erhält eine breite gesellschaftliche Basis.

Weitere Neuigkeiten