Störungsfreie Frequenzen bei Grossanlässen: Dank tpc funkt keiner dazwischen
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Störungsfreie Frequenzen bei Grossanlässen: Dank tpc funkt keiner dazwischen

Seit anderthalb Jahren koordiniert tpc schweizweit Funkfrequenzen bei TV-Übertragungen. Damit bei Grossanlässen alle TV-Stationen eine störungsfreie Frequenz erhalten, gibt es seit neuestem ein innovatives, von der SRG initiiertes Webtool. Die neueste Version hat der «High Frequency (HF)»-Koordinator Daniel Künzi massgeblich mit entwickelt, sie erspart tpc langwierige, bilaterale Abklärungen.

2013 erhöhte sich für tpc das Störungsrisiko bei Funkfrequenzen drastisch: Der Gesetzgeber kappte die bis dato exklusiven Broadcast-Funkfrequenzen, reduzierte gleichzeitig (zugunsten des 4G-Mobilfunknetzes) die nutzbare Bandbreite um 20 Prozent – und schaffte die Konzessionspflicht für Funkmikrofone ab. Damit fiel auch die bisherige Koordination der Funkmikrofon-Frequenzen durch das Bakom weg.

Produktionssicherheit für alle

«Ohne Frequenzkoordination ist eine störungsfreie Broadcast-Produktion heute nicht mehr gewährleistet», schildert tpc «High Frequency (HF)»-Koordinator Daniel Künzi. «Deshalb koordinieren wir die Frequenzen im Auftrag von SRF/SRG oder den Veranstaltern selbst.» Bis zu 150 Frequenzen vergibt tpc an Schweizer Grossanlässen, wie etwa an den Lauberhornrennen. Zu den Abnehmern gehören dort nationale und internationale TV-Stationen mit eigenen Studios und «Electronic News Gathering (ENG)»-Equipen (elektronische Berichterstatter), verschiedene Dienstleister im Auftrag des Veranstalters – und auch die Band im Festzelt.

Effiziente Abwicklung dank innovativem Webtool

Bei der Administration und Zuteilung der Frequenzanmeldungen kann Daniel Künzi auf die sogenannte PMSE-Datenbank zugreifen, ein von der SRG initiiertes Webtool. Die neueste Version hat der HF-Koordinator massgeblich mit entwickelt, sie erspart tpc langwierige, bilaterale Abklärungen. Stattdessen geben die Kunden ihren Standort und Gerätetyp für den jeweiligen Anlass selbst ins nutzerfreundliche Webtool ein. Dort sind bereits unternehmensspezifische Informationen, aber auch marktübliche Geräte hinterlegt.

Anmeldung ist obligatorisch

«Dank der PMSE-Datenbank konnten wir unseren Admin-Aufwand von mehreren Tagen auf wenige Stunden reduzieren.» Nach Ablauf der Anmeldefrist teilt Daniel Künzi bei Grossanlässen «intermodulationsfreie», sprich untereinander störungsfreie Frequenzen zu, die das Webtool mittels einem komplexen Algorithmus errechnet hat. Jeder Kunde bekommt seine zugeteilten Frequenzen, eine Übersicht des Spektrums – und allenfalls der tpc Kontaktperson vor Ort.

Frequenzkoordinator vor Ort bei hohem Bedarf

tpc coordinated
Tritt die SRG bei Grossanlässen als Host Broadcaster auf, ist wegen des hohen Frequenzbedarfs stets einer der sieben HF-Koordinatoren vor Ort. Dieser überprüft, ob alle Mikrofone auf die korrekte Frequenz eingestellt sind. Erst dann gibt es den grünen «tpc coordinated»-Kleber direkt auf das Gerät. «Vor Ort stellen wir zudem die HF-Spektrumüberwachung sicher und teilen – nach Verfügbarkeit – kurzfristig noch Frequenzen zu. In einem voll belegten Bereich ist das mehr als knifflig. Doch bisher konnten wir letztlich noch jeden Wunsch erfüllen.»

Text: Ann-Katrin Frick (take) / SRG.D lz

Bild: zVg. tpc (Daniel Künzi mit einem Spektrumanalyzer bei seinem Einsatz bei den Swiss Awards)

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