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«Arena»-Folge «Alle Macht den Alten»

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Mit einer E-Mail vom 16. Februar 2019 beanstandete ein Fernsehzuschauer die Sendung «Arena» vom 15. Februar 2019 mit dem Titel «Alle Macht den Alten». Ombudsmann Roger Blum trat auf die Beanstandung ein.

A. Sie haben am 16. Februar 2019 an die Ombudsstelle, die Sendung „Arena“ (Fernsehen SRF) mit dem Thema „Alle Macht den Alten“ vom 15. Februar beanstandet:
«Wer die Wahrheit sucht, darf nicht erschrecken, wenn er sie findet»
Chinesisches Sprichwort
Ich bitte Sie im Sinne einer Grundsatzlehre, die Auswirkung der Geldschöpfung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft zu hinterfragen. Die indoktrinierten Lehrmeinungen bildeten die Basis der Diskussionen. Da sie nachweislich falsch sind, bitte ich Sie ohne Kosten für mich, eine Untersuchung in Auftrag zu geben. Dabei sollen die heterodoxen Ökonomen, wie Stephan Schulmeister, M. Binswanger uvam. kontaktiert werden. Es fehlt kein Geld!
Schlimmer als ich erwartet habe! Es darum zwingend erforderlich, dass endlich der Verstand wächst, um die Lehrmeinungen der Wissenschaft zu hinterfragen! Es ist die Aufgabe der rechtlich-öffentlichen Institutionen die Bevölkerung wahrheitsgetreu zu informieren, auch wenn es den Lehrmeinungen widerspricht! Sämtliche Teilnehmer und anwesende Zuschauer leben in den Tag hinein und kopieren Meinungen!
Ich habe mir die Arena Sendung zeitweise angetan; denn ich verstehe das Geldsystem und Auswirkung der unendlich bedarfsgerechten Geldschöpfung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft. Es kann nie Geld fehlen nur knapp organisiert werden. Wenn die Grundlagen der Diskussion falsch sind, weil sie nicht korrekt oder gar nicht erlernt wurden, so kann das Gesagte niemals stimmen! Das Renteneingangsalter auch die Demografie spielt in Bezug der Geldschöpfung resp. Schuldengeldumlagevolumen keine Rolle! Die einzig bestimmende Grösse, ist die Aufteilung Wirtschaft, Staat und Soziales im Preis der Kaufkraft und Produkte! Es spielt keine Rolle wie alt die Bevölkerung ist, solange die Bedürfnisse abgedeckt werden können. Sämtliche Filmchen und Abstimmungen sind reine Manipulation, einfach nur bedenklich! Die Propaganda wegen dem Klimawandel erinnert mich an unrühmliche längst vergangene Zeiten! Der Umweltschutz, welcher die Menschen aktiv beeinflussen können (Plastik im Meer, schlechte Luft, Nahrungsverschwendung) bedarf dem politischen Willen, etwas zu verändern!
Die Behauptung, dass irgendjemand die Renten finanziert (Beiträge bezahlt ein Ammenmärchen der betreuten Bildung) zeigt deutlich, dass nur wenige Menschen, die Auswirkung der unendlich bedarfsgerechten Geldschöpfung aus dem Nichts für die gegenseitige Leistungserbringung zur Abdeckung der gegenseitigen Bedürfnisabdeckung verstehen können. Somit sind im Schuldengeldumlagevolumen sämtliche Wirtschaftsfaktoren einkalkuliert, die Aufteilung Wirtschaft, Staat und Soziales also vorweggenommen. Wir erbringen Leistung, nicht mehr und nicht weniger? Danach legen wir das uns zugeordnete Geld als frei verfügbarer Gegenwert der Leistung, als Käufer nur noch um. Die Pflichtpreisanteile Staats- und Sozialausgaben gehören nicht auf den Lohnzettel; denn sie wurde nicht aus der Lohnsumme, sondern von der Schöpfung selbst, umgelegt. BVG ist ein Pflichtsparanteil der Geldschöpfung, nicht mehr und nicht weniger. Es ist alles in den Preisen einkalkuliert! Die idiotischen Rechenspiele der Neoliberalen ist einfach nur grotesk!
Die Rückumlage über die Lohnsumme statt Umsatz wird früher oder später kollabieren, darum suchen die Regierungsverantwortlichen nach neuen Steuersubstraten, dabei liegt der Umsatz so nah! Geld und Bedürfnisabdeckung wird es immer geben, also genügend Geld in Umlage, es sei denn die Banken oder Staat stellen die Geldschöpfung ein! Dann wird es knapp um weitere Ersparnisse und Gewinne!
Ich würde mich freuen, wenn die Einsicht reift, zu lernen, anstatt Meinungen zu kopieren? Auf eine Stellungnahme würde ich mich riesig freuen!

B. Meine Stellungnahme dazu: Ich habe mir die Sendung angeguckt. Die Diskussion wurde dem Thema gerecht. Die vier älteren Jahrgänge Franz Steinegger (Alt-Nationalrat, FDP), Ursula Haller (Alt-Nationalrätin, BDP), Roger Schawinski (Medienpionier) und Rudolf Strahm (Alt-Nationalrat, SP) sowie die anwesenden Jugendlichen sorgten für eine interessante, fast immer sachkundige und ernsthafte Debatte. Ich konnte nirgends einen Punkt entdecken, der einen Verstoß gegen die Programmautonomie und gegen das Radio- und Fernsehgesetz dargestellt hätte. Ich kann daher Ihre Beanstandung nicht unterstützen.

C. Diese Stellungnahme ist mein Schlussbericht gemäß Art. 93 Abs. 3 des Radio- und Fernsehgesetzes. Über die Möglichkeit einer Beschwerde an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio- und Fernsehen (UBI) orientiert die beigelegte Rechtsbelehrung. Für Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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