«Reporter»: vierteilige Serie über Wunderkinder
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«Reporter»: vierteilige Serie über Wunderkinder

Wunderkinder – sie faszinieren und polarisieren. «Reporter» gibt in vier Reportagen einen Einblick in das Leben von Hochbegabten wie dem Mathematiküberflieger Maximilian Janisch, den Wunderkindern Michelle und Nicolas, dem malenden Autisten Thierry Bouvard sowie den Schwestern Bomi und Hani Song.

Maximilian Janisch ist der jüngste Student der Schweiz und startet mit 16 Jahren bereits sein Masterstudium in Mathematik an der Universität Zürich. Mit einem IQ von 149+ sprengt er die gängige Skala. Mit neun Jahren absolvierte Maximilian die Mathematik-Matur, seit letztem Jahr ist er regulärer Student an der Uni Zürich. Aufgrund einer zu spät eingereichten Arbeit muss er zwar noch ein Jahr auf den Bachelor-Titel warten, sein Master-Studium nimmt er aber trotzdem schon einmal in Angriff. Und schon bald danach möchte er in Princeton promovieren. Parallel zu seinem Studium in Zürich absolviert Maximilian ein Mathematikstudium in Perpignan in Frankreich. «Reporter» besuchte Maximilian während eines Sprachaufenthaltes in der Toscana.

Michelles Zeit an ihrer Volksschule im Glarnerland war ein Spiessrutenlauf – sowohl für die Zehnjährige als auch für ihre Eltern. Michelle wurde gemobbt und machte in der Schule nur das, wozu sie gerade Lust hatte. Hausaufgaben erledigte sie nie, trotzdem war sie immer die Beste in den Prüfungen. Heute besucht Michelle die Zürcher Hochbegabtenschule Talenta, genau wie der zwölfjährige Nicolas. Bevor seine Hochbegabung erkannt wurde, fiel Nicolas' Eltern auf, dass er zusehends unkonzentrierter wurde. Er war oft müde und klagte über Bauchschmerzen. Seine Probleme lösten sich in Luft auf, als er an die Talenta wechseln konnte. Er blühte auf – und plant bereits seine Zukunft: Nicolas möchte Architekt werden.

Thierry Bouvard, 19, ist Autist. Er kann nicht sprechen, aber er kann malen. Und er malt, wo immer er Platz für Papier und Stifte findet und wann immer sich die Gelegenheit bietet. Als Vorlage dienen ihm Fotos, Postkarten und Bilder aus dem Internet. Diese interpretiert er auf seine eigene Weise: Genau genommen malt Thierry eigentlich nicht nicht, sondern er setzt einzelne Striche zu Flächen zusammen und interpretiert Farben auf seine ganz eigene, geniale Art.

Bomi Song, 25, konnte schon im Alter von 18 Monaten Deutsch und Koreanisch lesen. Mit fünf Jahren entdeckte Bomi die Geige, der sie sich fortan mit Leib und Seele verschrieb. Nebenbei übersprang sie drei Klassen, trat mit neun Jahren an die Mittelschule über und absolvierte Studien an der Zürcher Hochschule der Künste und in Berlin. Ihre jüngere Schwester Hani, 21, stand ihr in nichts nach. Wie erlebten die beiden Wunderkinder ihre Kindheit, die durch den Stempel «Hochbegabt» geprägt war? «Reporter» besuchte Bomi und Hani Song in München und bei ihren Eltern in Rüschlikon.


Ausstrahlung: Sonntags, ab 8. September 2019, um 22.30 Uhr, SRF 1


Text: SRF

Bild: SRF

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