Bernhardiner-Hype 1971: Warum ihn plötzlich alle wollten
Barry ist der berühmteste Bernhardiner der Schweiz: Der Legende nach soll er Dutzende Menschen vor dem Tod gerettet haben. Diese Archivperle von 1971 führt auf den Grossen St. Bernhard und zeigt, wie aus der Schweizer Legende ein Trendhund wird: teuer, begehrt, exportiert.
Barry, dem Rettungshund vom Grossen St. Bernhard, werden rund 40 Rettungen zugeschrieben, und diese Geschichte prägt den Bernhardiner-Mythos bis heute.
Auch in der Filmwelt, wie diese SRG-Archivperle von 1971 zeigt. Im Zentrum steht ein ungewöhnlicher Bernhardiner: Monk, Hauptdarsteller im amerikanischen Fernsehfilm «All about George», gedreht in der Schweiz. Für eine Filmszene sucht er vor der Kamera nach seinem lawinenverschütteten Herrchen. Überraschung inklusive: Ausgerechnet dieser Bernhardiner ist Amerikaner. Ein Hinweis darauf, wie sehr sich die Rasse damals schon internationalisiert hatte.
Wer mehr über das Schicksal der Bernhardiner erfahren will, landet im Film am Grossen St. Bernhard: auf rund 2500 Metern beim Hospiz, wo Mönche die Rasse seit Jahrhunderten züchten – inzwischen auch, um Besucher:innen anzulocken. Das Video zeigt auch, warum die Hunde am Pass nicht nur Legenden sind, sondern auch Publikumsmagnete. Bernhardiner werden zum Exportschlager, besonders Richtung USA, und ein Gerücht ums „Aussterben“ heizt die Nachfrage zusätzlich an.
Und wer nach dem Archivclip noch mehr Barry will: Am 14. Januar 2026 kommt die Geschichte als Familienfilm «Mein Freund Barry» ins Kino – koproduziert von SRF und der SRG SSR.