WEMF und Mediapulse planen Joint Venture
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WEMF und Mediapulse planen Joint Venture

Mediapulse und die WEMF planen unter dem Projektnamen «Swiss Media Data Hub» die Gründung eines Joint Ventures. Die beiden Unternehmen reagieren damit auf die Medien- und Mediennutzungsentwicklung sowie auf den Wunsch der Branche nach umfassenden Intermedia-Daten und Werbemittelreichweiten.

Die Verwaltungsräte der Mediapulse AG und der WEMF haben Ende April 2016 entschieden, dass sich die beiden Branchenforschungsorganisationen im Projekt «Swiss Media Data Hub» für die Realisation einer gemeinsamen, paritätisch geführten Firma engagieren. Im Kern des Auftrages stehen der Aufbau und die Ausgestaltung einer von der WEMF und Mediapulse gemeinsam getragenen Organisation zur umfassenden, gattungsübergreifenden Beschaffung,

Verarbeitung und Analyse von online-basierten Mediennutzungsdaten. Das Projekt «Swiss Media Data Hub» wird in den kommenden Wochen technisch und organisatorisch konkretisiert und soll noch im Sommer 2016 interessierten Branchenvertretern und Medien im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden.

Ein zukunftsweisendes Modell für die Schweizer Medienforschung

Franziska von Weissenfluh, Verwaltungsratspräsidentin der Mediapulse, ist überzeugt, dass der «Swiss Media Data Hub» für die Schweizerische Kommunikationsbranche wegweisend ist. Jürg Weber, Verwaltungsratspräsident der WEMF, meint: «In der zunehmend fragmentierten Medienwelt kann nur ein integrierter Forschungsansatz verlässliche Daten liefern.» Franziska von Weissenfluh ergänzt: «Medienkonvergenz erfordert auch Methodenkonvergenz. Durch das Joint Venture von Mediapulse und der WEMF wird die Mediennutzungsforschung in der Schweiz gestärkt.»

Medienkonvergenz erfordert Methodenkonvergenz

Die starke Zunahme der individuellen Mobilität und die technologische Entwicklung haben das Mediennutzungsverhalten in den letzten Jahren stark verändert. Es entstanden neue Medienangebote und die Medienmarke als Ganzes, unabhängig vom Auslieferungskanal, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die veränderten Marktbedingungen erfordern entsprechende Anpassungen aufseiten Forschung.

Der «Swiss Media Data Hub» liefert die Lösung für eine gattungsübergreifende Forschung. Ausserdem wünscht die Werbewirtschaft unabhängige Informationen über Werbemittelreichweiten. 2

Garantie für hohe Qualität, Finanzierbarkeit und harte Währung

Mit dem «Swiss Media Data Hub» erschliessen sich für Mediapulse und die WEMF wie auch für deren Kunden und den Markt zahlreiche Synergien und Vorteile. Die gemeinsame Datenaggregation über alle Auslieferungskanäle vermag Messlücken zu schliessen und die Aussagekraft der hochgerechneten Reichweiten zu steigern. Insbesondere lassen sich aus den gewonnenen Daten qualitativ hochwertige und differenziertere Aussagen über Mediennutzung und Werbewirksamkeit innerhalb der Zielgruppen machen. Gemeinsam aggregierte Daten führen zu deutlich mehr Kosteneffizienz und gewährleisten auch zukünftig die Finanzierbarkeit neutraler, unabhängiger und glaubwürdiger Forschungswährungen.

Aktiver Einbezug und positive Reaktionen aus dem Markt

Die Ausarbeitung des Projektes «Swiss Media Data Hub» erfolgt auf der Basis intensiver Gespräche und Bedürfniserhebungen mit Branchenvertretern seitens Medienverbreiter, Vermarkter und der Werbewirtschaft. Diese aktiv und konstruktiv geführte Zusammenarbeit bildet die Basis für eine breite Akzeptanz der zukünftigen Schweizer Medienforschung. Roger Harlacher, Präsident des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbandes (SWA), betont: «Für Werbeauftraggeber sind verlässliche und wissenschaftlich erhärtete Planungswerte unerlässlich. Das Joint Venture von WEMF und Mediapulse bildet ein starkes Fundament für die dringend geforderte gattungsübergreifende Intermediaforschung.»

Text: Wemf AG (www.wemf.ch) / Mediapulse (www.mediapulse.ch)
Bild: colourbox.de

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  1. Alex Schneider 11.05.2016 06:06

    Warum gibt es zum Programm von SRF keine repräsentativen Publikumsumfragen (nicht nur SRF-affine Leute fragen)? Mit solchen Umfragen wäre es doch für die Programmverantwortlichen wesentlich leichter, ein Programmset für alle bereitzustellen.

    Vielen Leuten sind die heutigen Gebühren zu hoch. Wie sähe ein Programm mit zum Beispiel 1/3 weniger Einnahmen aus?

  2. SRG Deutschschweiz 12.05.2016 10:21

    Sehr geehrter Herr Schneider
    Gerne leite ich Ihnen die Antworten von Hansruedi Schoch, SRF-Programmchef, weiter:

    Ihre Frage: "Warum gibt es zum Programm von SRF keine repräsentativen Publikumsumfragen? Mit solchen Umfragen wäre es doch für die Programmverantwortlichen wesentlich leichter, ein Programmset für alle bereitzustellen."
    Hansruedi Schoch dazu: "Selbstverständlich machen wir regelmässig repräsentative Publikumsumfragen, die zusammen mit den täglichen Marktdaten wichtige Faktoren in der Weiterentwicklung des Programmangebotes sind. Aber es wäre falsch, das ganze Programm nach einer repräsentativ ermittelten Geschmacksmehrheit zusammenzustellen. Wir wollen und sollen auch attraktive Angebote für spezifischere Interessen bereitstellen."

    Ihre Frage: "Vielen Leuten sind die heutigen Gebühren zu hoch. Wie sähe ein Programm mit zum Beispiel 1/3 weniger Einnahmen aus?"
    Hansruedi Schoch dazu: "Bei einem Drittel weniger Einnahmen müssten sehr viele Gebührenzahler auf ihre liebgewonnenen Programme verzichten. Die Rechnung ist einfach: das Angebot in allen Sprachregionen würde sich um mindestens einen Drittel reduzieren, wahrscheinlich sogar mehr, da gewisse Fixkosten (beispielsweise die Distribution, dh die Verbreitung der Programme) nicht kleiner würden. Bei SRF würden viele Sendungen schlicht nicht mehr produziert werden können, das würde alle Genres betreffen, Sport, Information, Kultur, Unterhaltung. Wenn wir keinen Livesport mehr finanzieren könnten, ist die Chance gross, dass viele Ereignisse nur noch im PayTV zu sehen sein würden. Zumindest für die vielen Sportfans würde es somit in Summe kaum billiger. "

    Mit freundlichen Grüssen
    Pernille Budtz, Admin