Mediapulse: Die Jungen schauen TV-Sendungen verspätet an
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Mediapulse: Die Jungen schauen TV-Sendungen verspätet an

Vor allem die jüngere Generation nimmt das Programm selbst in die Hand und sieht sich Sendungen verspätet an, etwa im Internet. Insgesamt stieg der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung im zweiten Halbjahr 2015 auf über 11 Prozent, wie Mediapulse am 12. Januar 2016 mitteilte. Bei den 15- bis 29-Jährigen waren es sogar über 17 Prozent. Am häufigsten genutzt wird nach wie vor SRF 1 vor SRF 2, RTL, ZDF und ARD.

Das zeitversetzte Schauen von Fernsehsendungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im ersten Halbjahr 2013 hatte der Anteil in der Deutschschweiz gemäss Mediapulse erst bei 5,3 Prozent gelegen. Nun liegt der Anteil bei 11,3 Prozent, in der italienischsprachigen Schweiz sogar noch höher (11,8 Prozent).

Tessiner schalten oft ein

Spitzenreiter ist die "Svizzera Italiana" auch, was den Fernsehkonsum betrifft: 161 Minuten waren es im zweiten Halbjahr 2015 im Schnitt pro Tag. Die Deutschschweizer sahen täglich rund zwei Stunden (119 Minuten) fern, die Westschweizer 142 Minuten.
 
In allen Sprachregionen lief der Fernseher allerdings weniger häufig als noch in den ersten sechs Monaten des Jahres. Die Werte seien trotz der Hitzewelle im Juli und August aber beachtlich hoch, schreibt Mediapulse. Zwei von drei Schweizern schalteten täglich den Fernseher ein.

Jugend schaut weniger fern

In allen Sprachregionen verbringen die Jungen weniger Zeit vor dem Fernseher als der Durchschnitt. In der Deutschschweiz beispielsweise waren es bei den 15- bis 29-Jährigen im zweiten Halbjahr nur rund 70 Minuten. Weniger als die Hälfte von ihnen schaltete täglich den Fernseher ein.
 
Am häufigsten geschaut wird in der Deutschschweiz nach wie vor SRF 1, auch wenn es gegenüber dem ersten Semester 2015 etwas an Marktanteil einbüsste (von 19,3 Prozent auf 18,4 Prozent). Dahinter folgen SRF 2 (8,6 Prozent) sowie die deutschen Sender RTL (5,8 Prozent), ZDF (5,1 Prozent) und ARD (5,0 Prozent).
 
Die Stiftung Mediapulse bekommt vom Bund den Auftrag, die offiziellen Kennwerte der Radio- und TV-Nutzung in der Schweiz zu messen.

Text: sda

Bild: colourbox.de

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  1. Max Lohner 19.01.2016 18:17

    Mit 70 Jahren gehöre ich eigentlich nicht mehr zu den Jungen, nutze aber trotzdem verschiedene Möglichkeiten als Zuschauer, welche angeblich von Jungen genutzt werden.
    Ausser Sportübetragungen schaue ich die meisten Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt an, als sie gesendet werden.
    Das gilt auch für Unterhaltungssendungen am Samstagabend. Der Zeitpunkt, wann eine Sendung gesendet wird ist also für mich nicht so wichtig! Sendungen, die früher zu spät gesendet wurden und man deswegen verpasst hat, werden einfach gespeichert oder dann später geschaut! Neuerdings kann man auch speichern, wenn man mit replay später schaut. Man hat also diverse Möglichkeiten und verpasst selten eine Sendung die von Interesse ist! Ich finde das cool, dass man jetzt sein Programm selber machen kann.
    !