Bild von SRG SSR erweitert Leistungen für Sinnesbehinderte
SRG Deutschschweiz News

SRG SSR erweitert Leistungen für Sinnesbehinderte

Die SRG hat mit sieben Verbänden für sinnesbehinderte Menschen ein neues Abkommen abgeschlossen. Es regelt, welche Sendungen untertitelt, welche Inhalte audiodeskribiert oder gebärdet werden. Die Vereinbarung gilt von 2018 bis 2022 und ist wichtig für den barrierefreien Zugang zu den SRG-Programmen.

Konkret untertitelt die SRG heute rund 30 000 Stunden Programm. Das ist die Hälfte der Sendezeit. Bis 2022 wird dieses Angebot auf 45000 Stunden beziehungsweise 80 Prozent ausgebaut. Gegenüber den heute 420 Stunden an audiodeskribierten Inhalten werden 900 Stunden zur Verfügung gestellt. Bei den gebärdeten Inhalten werden 1000 Stunden – im Vergleich zu 440 Stunden heute – angestrebt. Der finanzielle Aufwand steigt von 9,5 Millionen (2016) auf 17 Millionen Franken im Jahr 2022.

Mit dieser neuen Vereinbarung bekräftigt die SRG ihren Willen, das Angebot für sinnesbehinderte Menschen signifikant auszubauen. Sie wurde vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention weiterentwickelt und stellt einen wichtigen Schritt für den barrierefreien Zugang zu den SRG-Programmen dar. Bis ins Jahr 2022 sind 80 Prozent des Programmangebots untertitelt. Der Anteil der gebärdeten Sendungen, wie zum Beispiel die Hauptnachrichtensendungen der «Tagesschau» auf SRF, RTS und RSI, wird ebenfalls steigen. Dem Publikum mit einer Sehbehinderung wird in der Hauptsendezeit ein attraktives Programm audiodeskribiert.

Die gesetzlichen Grundlagen für dieses Programmangebot regeln das Radio- und Fernsehgesetz von 2006 (RTVG) und die entsprechende Verordnung von 2007 (RTVV). Bereits heute bietet die SRG den Sinnesbehinderten mehr Programm an, als der Regulator vorschreibt.

Generaldirektor Roger de Weck weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass «die SRG und die Behindertenverbände gemeinsame Werte hochhalten, Werte, die sicherstellen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft einbezogen werden und vollumfänglich und mit den gleichen Rechten am sozialen Leben teilhaben können. Das ist Inklusion, das ist ein fester Bestandteil unserer Identität als öffentliches Medienhaus der Schweiz».


Liste der Partnerverbände

  • Schweizerischer Gehörlosenbund (SGB-FSS)
  • pro audito schweiz
  • Sonos, Schweizerischer Hörbehindertenverband
  • Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV)
  • Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen (SZB)
  • Schweizerische Vereinigung der Eltern hörgeschädigter Kinder (SVEHK)
  • forom écoute

Text: SRG.D

Bild: SRG.D

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Bild von SRF zwei setzt zum Tag der Gebärdensprache ein Zeichen

SRF zwei setzt zum Tag der Gebärdensprache ein Zeichen

Zum internationalen Tag der Gebärdensprache zeigt SRF zwei eine Reihe unterschiedlicher Programme zum Thema Gebärdensprache und Gehörlosigkeit. SRF zwei rückt damit einen Tag lang die «fünfte» Landessprache mit einem Spezialprogramm ins Zentrum.

Weiterlesen

Bild von Der rote Knopf öffnet Barrieren

Der rote Knopf öffnet Barrieren

Dass Menschen mit einer Sinnesbehinderung besseren Zugang zu ihren Sendungen haben, ist für die SRG ein dringliches Anliegen. Neue Möglichkeiten bieten sich durch die junge und intelligente Fernseh­technologie HbbTV, insbesondere für Gehörlose. Alle andern profitieren ebenfalls.

Weiterlesen

Bild von Pyeongchang 2018 erreicht 70 Prozent der Bevölkerung

Pyeongchang 2018 erreicht 70 Prozent der Bevölkerung

SRF berichtete vom 9. bis 25. Februar in TV, Radio und Onlinemedien rund um die Uhr von den Olympischen Winterspielen 2018. Im Fernsehen sendete SRF insgesamt 370 Stunden Olympiaprogramm – und erreichte damit 3,571 Millionen Personen oder 68,9 Prozent der Deutschschweizer Bevölkerung.

Weiterlesen

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit (bitte beachten Sie die Netiquette und Rechtliches)

Lade Kommentare...
Noch keine Kommentare vorhanden

Leider konnte dein Kommentar nicht verarbeitet werden. Bitte versuche es später nochmals.

Ihr Kommentar wurde erfolgreich gespeichert und wird nach der Freigabe durch SRG Deutschschweiz hier veröffentlicht