Stellungnahme von SRF zur fög-Studie

20 Minuten Online hat die Ergebnisse einer Studie des fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich – zur Berichterstattung der Medien über die No-Billag-Initiative unter dem Titel «So einseitig berichtet SRF über No Billag» publiziert. Nachfolgend die Stellungnahme von SRF.

Stellungnahme SRF

Für die Berichterstattung zur Volksinitiative «No Billag» gelten für alle Sender und Kanäle der SRG die Publizistischen Leitlinien – wie bei jeder anderen Vorlage auch. Das bedeutet, dass die SRG die Folgen einer Annahme der Initiative aufzeigt – gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Anspruchsgruppen, der Politik und der Öffentlichkeit. Das tut sie methodisch, sachgerecht, transparent und ausgewogen.

Zur Analyse im Speziellen:

Das Resultat der Analyse wird selbstverständlich stark beeinflusst vom Zeitrahmen. So haben zum Beispiel die «Tagesschau» und auch SRF News am 25. Oktober 2017, also fünf Tage vor Beginn des Untersuchungszeitraums, in einem Beitrag über den Gewerbeverband drei Befürworter der No-Billag-Initiative zu Wort kommen lassen. Wäre der Untersuchungszeitraum des fög nur etwas früher angesetzt worden, hätte das Ergebnis wohl anders ausgesehen. Hier die entsprechenden Beiträge .

Redaktionell ist es üblich, dass in einzelnen Sendungen Schwerpunkte bei Gegnern oder Befürwortern der Initiative gesetzt werden. So kann es vorkommen, dass in einer «Tagesschau» von SRF die Befürworter stärker zu Wort kommen – in einer nächsten Ausgabe es dann umgekehrt der Fall ist. Deswegen auf eine einseitig-kritische Haltung eines Formates zu schliessen, wäre ein falscher Schluss.

Die Redaktionen beachten die verlangte Ausgewogenheit über den Zeitraum der gesamten Berichterstattung zu einer Vorlage, indem sich die Pro- und Kontra-Beiträge die Waage halten müssen. Einzelne (Diskussions-)Sendungen wie zum Beispiel die «Arena» von SRF, «Infrarouge» von RTS oder auch «10vor10» stoppen jeweils gar den Sprechanteil von Befürwortern und Gegnern. In der «10vor10»-Sendung vom 11. Dezember 2017 zur Thematik, welcher Sender in der Schweiz wie viele Gebührengelder erhält, kamen die Initiativ-Gegner insgesamt 66 Sekunden zu Wort, die Befürworter 69 Sekunden. Oder bei der Berichterstattung der Tagesschau vom 11. Dezember 2017 über den Auftritt von Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde auch eine Stellungnahme von Initiant Andreas Kleeb mit eingebaut. Die Tonalität des Gesamtbeitrages war somit (anders als vom fög nun festgehalten) keineswegs nur negativ.

Die Analyse während eines definierten Zeitrahmens ist keine abschliessende Bilanz zur gesamten Berichterstattung über die Vorlage.

Text: SRF

Bild: fög

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