23 SRG-Koproduktionen in Locarno
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23 SRG-Koproduktionen in Locarno

Am Locarno Festival werden vom 1. bis 11. August 2018 in den verschiedenen Sektionen insgesamt 23 SRG-Koproduktionen gezeigt. Der rätoromanische Spielfilm «Amur senza fin» von Christoph Schaub feiert seine Weltpremiere und eröffnet das Festival am 1. August um 16 Uhr im FEVI. Bettina Oberli zeigt ihren neuen Film «Le vent tourne» auf der Piazza Grande. Thomas Imbach konkurrenziert mit «Glaubenberg» im internationalen Wettbewerb.

«Amur senza fin» von Christoph Schaub («Giulias Verschwinden», «Sternenberg», «Jeune Homme») ist der erste professionelle Spielfilm in rätoromanischer Sprache. Nach 20 Ehejahren knistert es nur noch leise zwischen Mona (Rebecca Indermaur) und Gieri (Bruno Cathomas). Mona beschliesst, den Funken erneut zu entfachen und sucht sich Hilfe bei Nanda Sharma (Murali Perumal), dem neuen Gemeindepfarrer mit indischen Wurzeln. Doch anstatt seelsorgerische Ratschläge zu erteilen, ermutigt sie der Pfarrer, sich weltlichen Mitteln zu bedienen und sich in der Liebeskunst zu üben. Das Drehbuch stammt von Sabine Pochhammer («Die Herbstzeitlosen»). Produziert wurde der Film von Lukas Hobi und Reto Schärli (Zodiac Pictures).

Bettina Oberli hat mit «Le vent tourne» ihren ersten Film auf Französisch gedreht. Es ist die Geschichte von Alex und Pauline, ein begeistertes und tatkräftiges Paar in den Dreissigern, das den Familienhof übernommen hat und seine ganze Kraft dafür einsetzt, die Erde zu retten, wenn sie schon nicht die Menschheit retten können. Durch das Eintreffen von Samuel wird ihr perfektes Gleichgewicht plötzlich gestört. Der Ingenieur soll eine Windkraftanlage installieren, um den Hof energieautark zu machen. Dieser frische Wind verwirrt Pauline zutiefst und bringt ihre Beziehung zu Alex und ihr Verhältnis zur ganzen Welt ins Wanken.

Der Zürcher Regisseur Thomas Imbach hat es als einziger Schweizer in den internationalen Wettbewerb geschafft. Sein Film «Glaubenberg» thematisiert die verbotene Liebe zwischen Geschwistern. Gespannt darf man auch auf die beiden Dokumentarfilme, die in der renommierten und unabhängigen Sektion «Semaine de la critique» gezeigt werden: «#FEMALE PLEASURE» von Barbara Miller und «L’Apollon de Gaza» von Nicolas Wadimoff. Die Regisseurin Barbara Miller begleitet fünf junge mutige Frauen aus den fünf Weltreligionen bei ihrem risikoreichen Aufstand gegen die Dämonisierung der weiblichen Sexualität durch den zunehmenden religiösen Fanatismus. Der Film zeigt ihre konfliktreiche Suche nach erfüllter Sexualität und der ihnen bisher verbotenen Liebe in der hypersexualisierten säkularen Welt. Beim Film von Nicolas Wadimoff geht es um die Entdeckung einer über 2500 Jahre alten Apollo-Statue. Die Statue verschwindet und lässt Raum für allerlei Spekulationen: in einem Tunnel versteckt, von bewaffneten Gruppen entführt, von Fundamentalisten zerstört oder an internationale Kunsthändler verkauft… Ob wahr oder frei erfunden, über ihren Verbleib kursieren die wildesten Gerüchte.

Die SRG ist seit vielen Jahren Medienpartnerin des Locarno Festival. Zum letzten Mal findet das Festival unter der künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian statt, der neuer Direktor der Berlinale wird. Die SRG gratuliert ihm zu diesem grossen Schritt und wünscht ihm einen erfolgreichen Abschluss in Locarno.


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Text: SRG SSR

Bild: SRG SSR

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