Olga, gespielt von Anastasia Budiashkina, in der Turnhalle
SRG Deutschschweiz News

«Olga» vertritt die Schweiz an den Oscars

Das Bundesamt für Kultur schickt den Spielfilm «Olga» von Elie Grappe für die Schweiz ins Rennen für die 94. Academy Awards in der Kategorie «International Feature Film». Im Dezember 2021 wird bekanntgegeben, ob die RTS-Koproduktion in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.

Der Dramafilm «Olga» wird die Schweiz bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood vertreten. Das Werk des jungen Regisseurs Elie Grappe dreht sich um die talentierte 15-jährige ukrainische Turnerin Olga (Anastasia Budiashkina), welche im Schweizer Exil lebt. Sie gibt alles, um sich ihren Platz in der Nationalmannschaft zu sichern. Doch dann bricht in Kiew der Euromaidan-Aufstand aus, in den plötzlich alle verwickelt sind, die ihr wichtig sind. Während sich Olga auf die Europameisterschaft vorbereitet, tritt die Revolution in ihr Leben und stellt es auf den Kopf.

Die Jury begründete ihren Entscheid für den Film mit folgendem Statement: «Mit dem ersten Langspielfilm ‹Olga› von Elie Grappe schickt die Jury einen Film und ein Regietalent mit klarer cineastischer Vision und Handschrift ins Rennen. Präzise, stilsicher und mit Anmut zeichnet Elie Grappe das Leben seiner Protagonistin (...) und inszeniert ihren moralischen Konflikt viszeral, zeitgemäss und berührend für die grosse Leinwand.»

Ein Langfilmdebut mit fulminantem Start

«Olga» ist eine Koproduktion der Schweizer Produktionsfirma Point Prod (Jean-Marc Fröhle) mit RTS Radio Télévision Suisse und der französischen Produktionsfirma Cinéma Defacto mit der Beteiligung von Canal Plus. Der Film feierte in Cannes im Wettbewerb «Semaine de la critique» seine Premiere, wo die beiden Drehbuchautoren Elie Grappe und Raphaëlle Desplechin mit dem Prix SACD 2021 ausgezeichnet wurden. «Olga» wurde ausserdem für mehrere Festivals in der ganzen Welt ausgewählt. Diesen August lief er beispielsweise im internationalen Wettbewerb des 55. Karlovy Vary International Film Festival in Karlsbad. Der Kinostart ist für November geplant.

Regisseur Elie Grappe wurde 1994 in Lyon geboren. Nach einem Studium der klassischen Musik hat er von 2011 bis 2021 an der École Cantonale d’Art de Lausanne ECAL studiert. Grappes zwei Kurzfilme «Répétition» und «Suspendu», die er im Rahmen seines Filmstudiums realisiert hat, liefen erfolgreich an zahlreichen internationalen Filmfestivals.

Zusammensetzung der Jury 2021

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Die Jury, die den Schweizer Beitrag für die Kategorie «International Feature Film» ausgewählt hat, besteht aus folgenden Mitgliedern: Petra Volpe (Regie & Drehbuch) als Jurypräsidentin, Ruth Waldburger (Produzentin) Joëlle Bertossa (Produzentin), Joël Jent (Produzent & Drehbuch) und Nicolas Wadimoff (Regie & Studiengangleiter). Das Filmfestival «Delémont-Hollywood» veranstaltet jährlich einen Abend zu Ehren des Films, der die Schweiz im Wettbewerb um einen Oscar vertritt.


Text: Bakom/Swiss Films

Bild: Point Prod, Cinéma Defacto, RTS, Canal Plus

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