Klassik-Nachwuchsmusiker Valerian Alfaré mit seinem Instrument in Raum mit Betonwänden. Er streckt das Euphonium, ein Blechblasinstrument, von sich.
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Valerian Alfaré vertritt die Schweiz am «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb

Nach ESC folgt EYM: Valerian Alfaré tritt für die Schweiz am diesjährigen «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb an. Im Rahmen der Talentförderung schickt SRF den 19-jährigen Klassik-Nachwuchsmusiker an die Finalshow im norwegischen Bodø. SRF überträgt den internationalen Contest vom Samstag, 17. August 2024 auf SRF 1.

Die europäischen Musikwettbewerbe gehen weiter: Nach dem «Eurovision Song Contest» (ESC) organisiert die Europäische Broadcasting Union (EBU) nun im Sommer den «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb (EYM). Valerian Alfaré nimmt für die Schweiz an der Finalshow im norwegischen Bodø teil. Der 19-Jährige konnte die dreiköpfige Expertenjury an der Schweizer Vorauswahl mit seinem Euphonium, einem Blechblasinstrument, überzeugen. Es ist ein Instrument, das nur selten solistisch mit einem Orchester zu hören ist. Als einer von elf Finalteilnehmenden wird Valerian Alfaré am 17. August 2024 als Solist im Stomen Konserthus in Bodø auftreten, begleitet vom norwegischen Radio-Sinfonieorchester.

Eva Oertle, Jurymitglied und Musikredaktorin bei SRF Kultur: «Valerian hat uns an der Schweizer Vorauswahl mit seiner technischen Souveränität und Bühnenpräsenz stark beeindruckt. Wir sind überzeugt, dass er bestens geeignet ist, die Schweiz in Bodø zu vertreten.»

Valerian Alfaré, Schweizer «EYM»-Kandidat: «Ich freue mich unglaublich, diese Chance zu haben, meine Musik und das Euphonium mit all seinen Qualitäten in die Welt hinauszutragen und ein breites Publikum damit erreichen und berühren zu können. Ebenso bin ich gespannt auf den Austausch mit anderen jungen Musikern und Musikerinnen, die meine Faszination für Musik teilen.»

Ein aufstrebendes Talent jenseits der Genregrenzen

Der 19-jährige Valerian Alfaré aus dem aargauischen Rheinfelden spielt neben Euphonium auch Trompete. Als Trompeter konzentriert sich Alfaré vorwiegend auf den Jazzbereich und ist Mitglied des Schweizer Jugend Jazz Orchesters. Mit dem Euphonium ist er in erster Linie in der Klassik und in der Neuen Musik unterwegs.

Alfaré konnte bereits bei nationalen Wettbewerben überzeugen. Im Final des Schweizer Jugendmusikwettbewerbs 2021 wurde er für seine musikalische Leistung mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Am Schweizer Solo- und Quartettwettbewerb für Blechblas- und Perkussionsinstrumente erspielte sich Valerian Alfaré 2022 den zweiten Schlussrang. Zudem ist er Mitglied in verschiedenen Ensembles für Nachwuchstalente.

Zum Schweizer Auswahlverfahren

Die Schweizer Vorauswahl im Meret Oppenheim Hochhaus in Basel, dem Kulturstandort von SRF, erfolgte in Partnerschaft von SRF mit Musikhochschulen und Konservatorien sowie dem Schweizer Jugendmusikwettbewerb. Schweizer Nachwuchsmusikerinnen und -musiker im Alter zwischen 14 und 21 Jahren nahmen teil.

Mit der Talentförderung über alle Genres hinweg macht SRF das Schweizer Musikschaffen in seiner Vielfalt sichtbar, hörbar und erlebbar und bietet auch dem Nachwuchs im Feld der klassischen Musik ein Schaufenster. SRF nimmt dieses Jahr als eine von elf öffentlich-rechtlichen Sendern am EBU-Projekt «Eurovision Young Musicians» teil. Den internationalen Wettbewerb für Nachwuchs-Klassiktalente in Bodø zeigt SRF am Samstag, 17. August 2024, auf SRF 1, begleitet von einem Blick hinter die Kulissen in Formaten wie «G&G», «Kulturplatz», online und auf Radio SRF 2 Kultur. Seinen ersten Auftritt bei SRF bekommt Valerian in der Sendung «Potzmusig» vom 29. Juni 2024.

Über den «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb

Der «Eurovision Young Musicians»-Wettbewerb bietet jungen Klassiktalenten eine grosse internationale TV-Bühne mit professionellem Orchester. Die Veranstaltung wird alle zwei Jahre von der European Broadcasting Union (EBU) ausgerichtet, die auch den «Eurovision Song Contest» durchführt. Gastgeber der Ausgabe 2024 ist der Norwegische Rundfunk NRK. Der Wettbewerb findet statt in Bodø, einer der drei Kulturhauptstädte Europas 2024.


Text: SRF

Bild: SRF/Gian Vaitl

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