Ruedi Matter
SRG Deutschschweiz News

Jahresmedienkonferenz: SRF 2015 Marktführer – 2016 Gotthard-Programmschwerpunkt

Die TV-Sender von SRF waren auch 2015 Programmfavorit. Der Marktanteil TV SRF ging leicht zurück, was SRF-Direktor Ruedi Matter an der Jahresmedienkonferenz vom 20. Januar auf die fehlenden grossen Sportereignisse zurückführte. Im Jahr 2016 steht das Programm im Zeichen der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und von grossen Sportereignissen wie der UEFA EURO 2016TM, den Olympischen Sommerspielen in Rio und dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest.

Auch beim Radio verteidigte SRF erfolgreich die Spitzenposition: Im Jahr 2015 schalteten täglich knapp zwei Drittel aller Radiohörerinnen und -hörer in der Deutschschweiz einen Sender aus der SRF-Radiofamilie ein. Wöchentlich erreichte Radio SRF fast 85 Prozent aller Hörerinnen und Hörer in der deutschsprachigen Schweiz. Knapp über zwei Millionen Personen nutzen monatlich das SRF-Webangebot. Im Fernsehen lag die tägliche Reichweite von SRF 1, SRF zwei und SRF info zusammen bei rund 2.4 Millionen Zuschauerinnen und -zuschauern einen TV-Sender von SRF. Im Lauf einer Woche wählten fast 9 von 10 TV-Zuschauern einen TV-Sender von SRF.

SRF-Radiosender mit mehr Marktanteil – weniger Publikum bei Fernsehen SRF

Die Radiosender von Radio SRF konnten ihren Marktanteil 2015 auf 59,1 Prozent steigern. Im TV gingen die Marktanteile leicht zurück. Überrascht ist man beim SRF von den gesunkenen Zuschauerzahlen allerdings nicht, weil 2015 keine grossen Sportereignisse stattfanden. Dennoch erreichten SRF 1, SRF zwei und SRF info zusammen einen Marktanteil von 30,3 Prozent am Sendetag selbst («Overnight»-Wert), respektive 29,7 Prozent Marktanteil («Overnight+7»-Wert). In der wichtigsten TV-Zeit am Hauptabend von 19 bis 22.30 Uhr lag der Marktanteil bei 38,8 Prozent («Overnight»-Wert), respektive 38,1 Prozent («Overnight»+7-Wert). Die «Tagesschau» vom Wahlsonntag, 18. Oktober, war mit über einer Million Zuschauerinnen und Zuschauern die meistgesehene Sendung des Jahres.

2015 hat SRF dem Publikum in Radio, TV und online eine ganze Reihe neuer Formate präsentiert. Dazu gehörten beispielsweise die Web-First-Produktionen «Röiber und Poli» und «Experiment Schneuwly», die Schwerpunktwoche «SRF bewegt» von Radio SRF 1 und SRF 3, die SRF 3-Samstagnachmittagsendung «WochenRundShow» und im Fernsehen das Auslandmagazin «#SRFglobal», die Samstagabendshow «100% Schweizer Musik» oder die Wahlsendungen «Wahlfahrt» und «Jungwähler gesucht». Erstmals ausgestrahlt wurde zudem «Hallo SRF!», ein Live-Talk, in dem das Publikum seine Wünsche und Kritik an SRF vorbringen konnte.

Programmausblick 2016

  • Gotthard-Eröffnung
    Wenn am Mittwoch, 1. Juni, der Gotthard-Basistunnel mit 1200 Gästen aus dem In- und Ausland feierlich eröffnet wird, ist SRF in Pollegio live mit dabei: Höhepunkte der von Susanne Wille moderierten Sondersendung sind der offizielle Festakt und die Live-Bilder der ersten Zugfahrt durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Den Publikumstag am Samstag, 4. Juni, nimmt SRF zum Anlass für eine Langzeitreportage: Sabine Dahinden berichtet während siebeneinhalb Stunden aus Erstfeld, wo die ersten Passagiere in die Shuttle-Züge steigen. Im diesjährigen Sommerprojekt «Schweiz aktuell am Gotthard» wird nachvollziehbar, wie das Nadelöhr Gotthard in den letzten 500 Jahren bezwungen wurde. Reisende werden das Gotthardmassiv auf sieben verschiedene Arten in sieben ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten bezwingen: über Saumpfade, mit einer Postkutsche oder als Tempofahrt im neuen Tunnel.
    Zur fahrplanmässigen Eröffnung des neuen Tunnels im Dezember wird SRF den zweiteiligen Spielfilm «Gotthard» über den Bau des ersten Eisenbahntunnels ausstrahlen. Der Film erzählt das Schicksal von drei jungen Menschen auf der damals grössten Baustelle der Welt. In den Hauptrollen sind Miriam Stein, Maxim Mehmet und Pasquale Aleardi zu sehen, Regie führt Urs Egger. «Gotthard» ist eine internationale Koproduktion und entstand in Zusammenarbeit mit der Zürcher Produktionsfirma Zodiac Pictures, dem ZDF und dem ORF. Die zwei Teile sind am Sonntag und Montag, 11. und 12. Dezember, jeweils um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen.
  • Schwerpunkte zu Energie und Dada
    Der diesjährige Kulturschwerpunkt steht ganz im Zeichen des 100. Geburtstags von Dada. Vom 3. bis 14. Februar stellt «Big Dada» in Radio, TV und online dar, wie die Dada-Bewegung von der Schweiz aus die Welt erobert hat und bis heute nachhaltig prägt. Das grosse Webprojekt «Dada-Data», eine Koproduktion mit Arte, lädt mit einer Serie von sechs interaktiven Übungen, den «Dada-Hacktionen», und einem Anti-Museum, dem «Dada-Depot», dazu ein, selber aktiv zu werden. «Dada-Data» ist eine moderne Erzählung, zwischen Collage und Hyper-Text, Twitter und Manifesten, Instagram und Ready-Mades – und widmet sich unserer Gegenwart ebenso engagiert, wie damals Dada, als es den Werten seiner Epoche den Krieg erklärte.
    Die Folgen eines fiktiven, acht Tage dauernden Stromausfalls in Europa zeichnet SRF 1 am Thementag «Blackout Schweiz» nach. Jedem der acht Tage wird eine Stunde gewidmet. In einer sogenannten «Fake Documentary» wird gezeigt, wie beispielsweise die Versorgung oder die Sicherheit der Bevölkerung bereits nach kurzer Zeit nicht mehr gewährleistet wären. Im Selbstversuch werden Freiwillige in den acht Tagen vor dem Thementag ohne Strom leben. Geplante Ausstrahlung des Thementags «Blackout Schweiz» ist im Winter 2016/2017.
  • «Radio bi de Lüt»
    Fast ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat einen ausländischen Pass. Menschen aus der ganzen Welt sind in der Schweiz zu Hause. Radio SRF 3 gibt während einer Woche diesen Ausländerinnen und Ausländern das Wort und zeigt ihr Leben in der Schweiz. Mona Vetsch und Tom Gisler reisen durch das Land und wollen möglichst viele Menschen verschiedener Nationalitäten treffen. Was macht für sie die Schweiz aus, was schätzen sie besonders, worüber ärgern sie sich? «SRF 3 zeigt Flagge» bildet vom 4. bis 8. April das Leben unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in allen Facetten ab.
    Im Frühsommer, vom 9. bis 13. Mai, sendet Radio SRF Musikwelle während einer Woche aus einem Deutschschweizer Dorf. Der Sender begleitet die Menschen in ihrem Alltag und berichtet in Beiträgen und Live-Schaltungen darüber. Welches Dorf der Standort von «Dorfplatz» wird, entscheiden die Hörerinnen und Hörer im Februar in einer Publikumsabstimmung.
  • Neue Comedy am Freitagabend
    Auf SRF 1 erhält die Schweizer Comedy-Szene am späten Freitagabend eine neue Plattform. Im Frühling kommen drei frische Formate mit kurzen Staffeln ins Programm. In «Müslüm-TV» begleitet das Publikum den Anti-Helden Müslüm beim Versuch, sich in die Schweizer Medienwelt einzuarbeiten. «Deville» ist eine Late-Night-Comedy, in der Unterhalter Dominic Deville seine Sicht auf die Schweiz und die Welt erklärt. Und in «Headhunter» begrüssen Anet Corti und Michel Gammenthaler zwei bekannte Persönlichkeiten, um sie als Anwärter auf einen neuen Job zu prüfen – mit knallharten Fragen.
  • Sommer mit vielen sportlichen Highlights
    Der Sommer 2016 bringt gleich drei Grossereignisse. Ab 10. Juni sind alle 51 Spiele der UEFA EURO 2016TM in Frankreich live zu sehen. SRF Sport richtet den Fokus in Radio und Fernsehen ebenso wie auf srf.ch vor allem auf die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.
    26 Tage nach dem Finalspiel in Paris beginnen in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele. Ab 5. August wird SRF zwei während 17 Tagen zu einem 24-Stunden-Olympia-Kanal. Im Mittelpunkt stehen die Liveübertragungen, die von 13 Uhr bis morgens um 5 Uhr unserer Zeit programmiert sind.
    Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest rundet den vielfältigen Sportsommer ab. In Estavayer-le-Lac wird am 27. und 28. August der neue Schwingerkönig gesucht. SRF zwei ist vom Anschwingen am frühen Samstagmorgen bis zum Schlussgang am Sonntagabend live dabei.

Text: Media Relations SRF; sda; cha

Bild: SRF/Oscar Alessio

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