Was ändert sich bei den Empfangsgebühren?
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Was ändert sich bei den Empfangsgebühren?

Ab dem 1. Januar 2019 löst die neue Abgabe für Radio und Fernsehen die bisherige Empfangsgebühr ab. Bei den Haushalten wird die Abgabe von der neuen Erhebungsstelle Serafe, welche die Billag ablöst, erhoben. Im Jahr 2019 wird die Rechnungsstellung in zwei Etappen erfolgen, damit ab 2020 der Versand der Rechnungen wie bisher jeweils gleichmässig auf das ganze Kalenderjahr verteilt werden kann. Bei den Unternehmen wird die Abgabe von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) erhoben.

Am 1. Januar 2019 ersetzt die neue Abgabe für Radio und Fernsehen die bisherige Empfangsgebühr. Ab diesem Zeitpunkt ist neu die Firma Serafe für die Rechnungstellung an die Haushalte zuständig, die ESTV für die Rechnungsstellung an die Unternehmen.

Die Haushaltabgabe

Die Serafe erhält von den Gemeinden und Kantonen nur diejenigen Daten der Einwohnerregister, die für die Erhebung der Haushaltabgabe notwendig sind. Um einen konstanten Geldfluss sicherzustellen und die administrative Abwicklung so effizient wie möglich zu gestalten, teilt die Serafe wie bisher jeden Haushalt nach dem Zufallsprinzip in eine der zwölf Abrechnungsgruppen ein. Die Haushalte jeder Abrechnungsgruppe erhalten sodann die Jahresrechnung von 365 Franken in einem bestimmten Monat. Dies bedingt aber, dass im Einführungsjahr 2019 alle Abrechnungsgruppen der Monate Februar bis Dezember zunächst eine Teilrechnung für die der Jahresrechnung vorangehenden Monate erhalten. So bekommt beispielsweise ein Haushalt, der in die Mai-Abrechnungsgruppe eingeteilt wurde, im Januar 2019 eine Teilrechnung für die Monate Januar bis April und erst im Mai 2019 die ordentliche Jahresrechnung für die Periode vom Mai 2019 bis April 2020. 

Die Unternehmensabgabe

Abgabepflichtig sind Unternehmen mit Sitz, Wohnsitz oder Betriebsstätte in der Schweiz, die im MWST-Register eingetragen sind und einen Jahresumsatz von mindestens CHF 500'000 erzielen. Zu diesem Umsatz gehört der weltweit erzielte Umsatz, unabhängig von der steuerlichen Qualifikation bei der Mehrwertsteuer. Zum massgebenden Umsatz gehören auch Umsätze aus Leistungen, die von der MWST ausgenommen oder befreit sind. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als CHF 500‘000 sind hingegen von der Abgabepflicht befreit.

Die Unternehmensabgabe kennt sechs Tarifstufen. Die Tarifstufe bestimmt sich jeweils nach dem Umsatz des Vorjahres. Die Rechnungen an die Unternehmen werden zwischen Februar und Oktober versandt, da die letzte Abrechnung des Vorjahres bis Ende Februar bei der ESTV einzureichen ist. Für den Tarif 2019 ist hingegen der Umsatz des Jahres 2017 bestimmend. Im ersten Abgabejahr beginnt der Rechnungsversand durch die ESTV daher bereits im Januar.


Die wichtigsten Etappen des Systemwechsels

Am 14. Juni 2015 nahm das Volk die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes an, die eine Änderung des Empfangsgebührensystems ermöglichte. Die geräteabhängige Radio- und Fernsehempfangsgebühr wird somit am 1. Januar 2019 durch ein System ersetzt, das an die technologischen Entwicklungen angepasst ist. Heute können Radio-/Fernsehsendungen nämlich nicht nur auf den herkömmlichen Radio- oder Fernsehgeräten, sondern auch auf zahlreichen anderen Geräten – Smartphones, Computern oder Tablets – empfangen werden. Am 4. März 2018 wurde die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» abgelehnt. Das Volk und die Kantone hielten damit am Grundsatz fest, den Service public im Bereich der elektronischen Medien über eine Gebühr zu finanzieren. Der Bundesrat legte an seiner Sitzung vom 18. Oktober 2017 den Preis für diese Abgabe auf CHF 365 pro Jahr und Haushalt fest.


Im März 2017 erteilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Serafe das Mandat für das Inkasso der Abgabe. Die Billag wird daher nur noch bis Ende dieses Jahres die Gebühren erheben. Hier geht es zur Webseite der Serafe AG.

Text: BAKOM

Bild: Logo Serafe AG

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Serafe statt Billag – die Gebühren ab 2019

Die Serafe AG in Fehraltorf ist ab 1. Januar 2019 die zuständige Erhebungsstelle für die neue Haushaltabgabe. Da sie die Daten direkt von den Kantonen und Gemeinden erhält, sind An- und Abmeldungen nicht mehr nötig.

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  1. Martin Hutzli 30.10.2018 18:51

    weshalb muss man die Abgabe zum voraus zahlen?

  2. Christina Binggeli 04.11.2018 17:51

    Guten Tag meine Frage Ich Bezahle Swisscom TV und Radio wie Internet gebühren.Ich Bezahle ja dann doppelt können sie mir weiter helfen wie das ist Lieben Dank Grüessli Ch.Binggeli

  3. SRG Deutschschweiz 05.11.2018 08:28

    Guten Tag Herr Hutzli, Frau Binggeli
    Am besten richten Sie Ihre Fragen direkt an die Inkassostelle; bis Ende Jahr ist dies Billag AG. Alle Infos und Kontakt finden Sie unter www.billag.ch
    Frau Binggeli, kurz zu Ihrer Frage: Die von Ihnen erwähnten Auslagen sind verschiedene "paar Schuhe". Swisscom TV ist die Plattform, wo Sie Ihre Inhalte schauen können; das Internet (wahrscheinlich im Swisscom-Paket inbegriffen?) ist der "Transportweg", also wie die Inhalte in Ihr Haus/Ihre Wohnung kommen; und schliesslich zahlen Sie mit der Radiogebühr (bzw. Radio & TV-Gebühr, bzw neu ab Januar: Medienabgabe) vor allem die Schweizer Inhalte - also die Sendungen (SRF, RTS, RSI, RTR + Internetplattform swissinfo.ch) an sich. Swisscom-TV- und Internet-Auslagen sind keine Gebühren sondern Abonnements, welche Sie freiwillig nach Wunsch mit einem privaten Partner abgeschlossen haben. Die Medienabgabe ist eine obligatorische, solidarische Abgabe, welche im Radio- und TV-Gesetz (RTVG) verankert ist.
    Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben.
    Beste Grüsse
    Admin SRG.D

  4. Kurt Jakob 03.12.2018 15:04

    Da wir viel im Ausland sind möchten wir gerne die Rechnung via e-Bill bezahlen,dafür brauchen wir aber die neue Kundennummer.
    Ist es möglich diese bis Ende Jahr zu zusenden ?
    Sites auch möglich die Gebühren für gewisse Zeit zu stornieren?
    Besten Dank

  5. SRG Deutschschweiz 04.12.2018 11:03

    Guten Tag Herr Jakob
    Bitte richten Sie Ihr Anliegen direkt an Billag: www.billag.ch (bis Ende Jahr), oder an Serafe: www.serafe.ch (ab Januar 2019).
    Besten Dank und freundliche Grüsse
    SRG.D

  6. Admin 17.01.2019 14:48

    Guten Tag
    Alle Anliegen betreffend die Mediengebühr bitte an die Inkassostelle richten:

    SERAFE AG
    Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe
    Postfach
    8010 Zürich
    Tel: 058 201 31 67
    info@serafe.ch

    Danke und freundliche Grüsse SRG.D

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