Vier SRF-Koproduktionen gewinnen den Zürcher Filmpreis
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Vier SRF-Koproduktionen gewinnen den Zürcher Filmpreis

Im Rahmen der Zürcher Filmpreise prämiert die Stadt Zürich vier SRF-Koproduktionen: «Raving Iran» von Susanne Regina Meures, «Dem Himmel zu nah» von Annina Furrer, «Das Leben drehen» von Eva Vitija und «Schellen-Ursli» von Xavier Koller. Letzterer erhält zudem gemeinsam mit fünf weiteren SRF-Koproduktionen von der Zürcher Filmstiftung eine Succès-Prämie.

Mit dem Zürcher Filmpreis werden konzeptionell und künstlerisch herausragende Arbeiten im Bereich des professionellen Filmschaffens mit künstlerischem Anspruch prämiert. Der Preis wird jährlich von der Stadt Zürich vergeben. 2016 werden vier Koproduktionen von SRF prämiert.


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«Raving Iran» von Susanne Regina Meures ist die Geschichte von Anoosh und Arash, die davon träumen, als DJs die Welt zu erobern. Ihr Heimatland Iran bietet dazu aber keine Möglichkeit. Da erreicht sie unverhofft die Einladung an die Street Parade in Zürich, wo sie sich schliesslich schweren Herzens für das Exil entscheiden. Laut Jury erzählt das Dokumentarfilmdebüt Meures eine ebenso atmosphärische wie spannungsvolle Geschichte, die das Publikum vom ersten Augenblick an packt und unbemerkt mitnimmt, sowohl auf illegale Partys wie beim Gang auf die Ämter.


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Im Streifen «Dem Himmel zu nah» hat Annina Furrer eine Spurensuche in der eigenen Familie unternommen. Nach dem Selbstmord ihres Bruders – bereits der zweite Suizid eines Geschwisters – will sie herausfinden, was ihre Familienmitglieder zu dieser Tat bewogen hat. Mit ihrem lebensbejahenden Dokumentarfilm verarbeitet sie den Schmerz und fächert eine Familiengeschichte voller Schicksalsschläge auf; diese erklären die Suizide zwar nicht restlos, machen sie jedoch wenigstens nachvollziehbar. Laut Jury ist es ein klug aufgebauter Film voller intimer Momente, der von grosser Courage der Regisseurin und ihrer Angehörigen zeugt und das Publikum ungemein berührt.


Das Leben drehen
«Das Leben drehen» von Eva Vitija ist eine Forschungsreise durch die eigene Familiengeschichte. Joschy Scheidegger, Schauspieler und Regisseur bei Schweizer Radio und Fernsehen, hat wie besessen fast jede Regung seiner Frau und Kinder aufgezeichnet. Nach seinem Tod hat es sich seine Tochter Eva Vitija zur Aufgabe gemacht, aus dem Nachlass ihres Vaters einen Film zu drehen. Der Einblick in familiäre Zusammenhänge und Abgründe stellt sich für die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur als unterhaltsam und vergnüglich, sondern auch als spannend, tiefsinnig und emotional aufwühlend heraus. Laut Jury ist dies dem enormen Geschick der Autorin zu verdanken, das vorhandene Material sowie eigene Interviews und Kommentare in eine schlüssige Form zu bringen.


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«Schellen-Ursli» von Xavier Koller verbindet gemäss Jury gekonnt die Bilderwelt des populären Bündner Kinderbuchs mit modernster Computertechnik. Insbesondere die Ausstattung sorge mit viel Detailsorgfalt für eine ungezwungene historische Authentizität. So lasse der Film nicht nur – abseits der eigentlichen Ortschaft – den Charme des Engadiner Bauerndorfs Guarda aufleben.


Succès Zürich für fünf Koproduktionen von SRF

Die Erfolgsprämien Succès Zürich werden von der Zürcher Filmstiftung verliehen. Sie zeichnen die erfolgreichsten Festival- und Kinofilme des vergangenen Jahres aus. Diese Gutschriften werden nicht ausbezahlt, sondern müssen in neue, eigene Projekte investiert werden.

«Schellen-Ursli» von Xavier Koller wird neben dem Zürcher Filmpreis auch mit einer Succès-Prämie belohnt. In der Kategorie Spielfilm erreicht die Produktion den zweiten Platz; der dritte Platz geht an «Usfahrt Oerlike» von Paul Riniker. In der Kategorie Dokumentarfilme erlangen «Giovanni Segantini – Magie des Lichts» von Christian Labhart und «Iraqi Odyssey» von Samir den ersten und dritten Platz. Ausserdem erringt «Subotika – Land of Wonders» von Peter Volkart in der Kategorie Kurzfilm den ersten Platz und «Ruben Leaves» von Frederic Siegel den zweiten Platz.

Der Zürcher Filmpreis und die Succès-Prämien wurden anlässlich der «Cadrage 2016» am 24. November 2016 im KinoMaxx in Winterthur verliehen.

Text: SRF

Bild: schellen-ursli.ch; daslebendrehen.ch; ravingiran.ch; demhimmelzunah.ch

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