Mehrere Sendungen zum Thema «No Billag» vor dem Ombudsmann
SRG Deutschschweiz Ombudsstelle

Mehrere Sendungen zum Thema «No Billag» vor dem Ombudsmann

Die No-Billag-Initiative ist Gegenstand verschiedener Radio- und Fernsehsendungen von SRF. Vier Beanstander und eine Beanstanderin haben Sendungen der «Tagesschau», von «10vor10», «Echo der Zeit», «#SRF global» sowie einen Beitrag auf SRF News online beanstandet. Allen Beanstandungen gemeinsam ist, dass sie SRF vorwerfen, einseitig über die No-Billag-Initiative berichtet zu haben. Ombudsmann Roger Blum kann die Vorwürfe mehrheitlich nicht unterstützen.

Ombudsmann Roger Blum weist darauf hin, dass es zum Auftrag der Medien gehöre, über jede Abstimmungsvorlage zu berichten: «Die Medien haben in der direkten Demokratie die moralische Verpflichtung, die Stimmberechtigten vor jeder Volksabstimmung mit dem nötigen Wissen zu versorgen, damit sie sich eine Meinung bilden können». Diese Verpflichtung gelte auch für die SRG, so Blum weiter.

Bei der No-Billag-Initiative, bei der die SRG selber das Thema ist, erwartet Blum eine besondere journalistische Sorgfalt. Diese müsse laut Blum nicht wie üblich sechs Wochen vor der Abstimmung beachtet werden, sondern generell.

Die SRF-Journalistinnen und -Journalisten sind sich dieser Verantwortung bewusst. Stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen schreibt Christian Dütschler, Redaktionsleiter «10vor10» in seiner Stellungnahme zu Ombudsfall Nr. 5234: «Gerade weil wir von der Initiative als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei SRF direkt betroffen sind, ist es uns ein Anliegen, das Thema so fair und journalistisch korrekt wie möglich abzuhandeln».

Insgesamt scheint den Redaktionen dies bis jetzt gelungen zu sein. Von den sechs bereits erledigten Beanstandungen konnte Ombudsmann Roger Blum drei nicht unterstützen (Fälle 5234, 5295 und 5301). Drei Beanstandungen hat Blum teilweise unterstützt: In zwei Fällen stützte Blum einen von fünf Kritikpunkten (Fälle 5243, 5297), in einem Fall einen von vier Kritikpunkten (Fall 5235).

Schlussberichte und beanstandete Sendungen

 


Text: SRG.D/dl

Bild: «10vor10»-Moderator Arthur Honegger bei der Anmoderation eines Beitrags zur No-Billag-Initiative. «10vor10» vom 2. November 2017. Screenshot, SRF

 

Dieser Beitrag könnte Sie auch interessieren:

me

Einspieler in «Arena» über No Billag ist rechtens

Ombudsmann Roger Blum behandelte zwei identisch lautende Beanstandungen zur «Arena» über No Billag vom 5. Januar 2018. Die Beanstander kritisieren die bildliche Darstellung in einem Einspieler als nicht sachgerecht. Sie visualisiert, dass die SRG bei einer Annahme der Initiative untergeht. Ombudsmann Roger Blum erachtet die Simulation als korrekt und die Sendung als Ganzes sachgerecht. Er kann die Beanstandungen nicht unterstützen.

Weiterlesen

Alle Schlussberichte der Ombudsstelle jetzt ansehen

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit (bitte beachten Sie die Netiquette/AGBs)

Keine Kommentare vorhanden.