Radionutzung Schweiz: Digitalradio überholt UKW
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Radionutzung Schweiz: Digitalradio überholt UKW

Digitalradio legt weiter zu: Radio wird in der Schweiz zu 53 Prozent auf digitalem Weg konsumiert. Damit ist digital erstmals stärker als analog. Die digitale Radionutzung wurde im Frühjahr zum dritten Mal mittels Befragung erhoben, deren Resultate am  25. August 2016 am SwissRadioDay  in Zürich vorgestellt wurden.

Im Frühjahr 2016 nutzten die Schweizerinnen und Schweizer von 100 Radiominuten pro Tag durchschnittlich 53 Minuten über DAB+ oder Internet. Die digitale Radionutzung ist somit innert Jahresfrist um 8 Prozent gestiegen: von 45 Prozent im Frühjahr 2015 auf 53 Prozent im Frühjahr 2016.

DAB+ und Internet lösen UKW gemeinsam ab

Die Nutzung der beiden digitalen Empfangsarten (DAB+ und Internet) nehmen beide um je 4 Prozent zu, das analoge UKW verliert weiter an Bedeutung. Während der Arbeit und in den eigenen vier Wänden wird mittlerweile deutlich mehr Digital- als UKW-Radio gehört. In Fahrzeugen steigt die Digitalradionutzung ebenfalls kontinuierlich an, macht aber erst einen Anteil von 30 Prozent an der Gesamtradionutzung aus.

Wachstum bei allen Generationen

Digitales Radio wird von allen Altersklassen genutzt. Beim Radiopublikum bis 55 Jahre hat die digitale Nutzung die analoge bereits überholt. Hörerinnen und Hörer unter 55 Jahren steigen vermehrt von UKW auf Internetradio um, ältere Hörerinnen und Hörer wechseln eher zu DAB+. Bei den unter 35-Jährigen sind bereits zwei Drittel der Nutzung digital, davon ist der grössere Anteil Internetradio.

Die Schweiz wird digital

In der Deutschschweiz steigt der Anteil des digitalen Radiokonsums gegenüber der letzten Befragung im Herbst 2015 erheblich. Aber auch die lateinische Schweiz profitiert zunehmend von den Vorteilen des Digitalradios. Hier fasst auch DAB+ immer stärker Fuss.

Seit Frühling 2015 ermittelt GfK Switzerland im Auftrag der Arbeitsgruppe DigiMig (siehe Kasten) mit einer Befragung halbjährlich den Stand der digitalen Radionutzung in der Schweiz.


Arbeitsgruppe DigiMig: Digitale Migration rückt näher

Im Frühjahr 2013 bildete die Radiobranche zusammen mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Arbeitsgruppe «Digitale Migration» (AG DigiMig). Darin vertreten sind der Verband Schweizer Privatradios (VSP), die Union Romande des Radios Régionales (RRR), die Union der nicht kommerzorientierten Lokalradios (Unikom), die SRG SSR, das Bakom, das Automobilgewerbe und weitere Branchenkreise.

In der Schweiz soll Digitalradio den analogen UKW-Empfang ab 2020 schrittweise ablösen. Ende 2014 legte die AG DigiMig dem Bundesrat ein Szenario für den Umstieg von analog auf digital vor. Bereits heute verbreiten die SRG und die meisten Privatradios ihre Radioprogramme parallel zu UKW auch über DAB+, einige sogar ausschliesslich digital.


Weitere Informationen

Text: SRG SSR, vsp, RRR, UNIKOM, BAKOM, Medienmitteilung

Purtret: SRG.D/pb

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Leger vinavant

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  1. Krebs HJ 08/30/2016 10:38 nachm.

    Schade nur für die teuren und sehr guten High End Tuner, z. B. Revox, Marantz usw. Die sind dann nur noch Elektroschrott. Wirklich schade

  2. Dieter Tschudin 08/31/2016 10:57 vorm.

    Kräftig wird die Werbetrommel für DAB+geschlagen. Mehr als 50 % empfangen die digitalen Sendungen, vgl oben.
    Es gäbe noch Radiohörer die auch Sender rund um die Schweiz (D,F,I,A.) hören wollen. Deshalb zwei Fragen. Welchen Stand haben die umliegenden Länder bezüglich DAB+? Welche Empfangsqualität haben deren UKW Sendungen auf dem DAB+ Gerät (Übersicht) das hier angeboten wird?
    Danke für Ihre Informationen, die vermutlich nicht nur mich interessieren.
    Viele Grüsse
    Dieter Tschudin