«10vor10» setzt auf Constructive Journalism
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«10vor10» setzt auf Constructive Journalism

Am «Impact Journalism Day» vom 24. Juni 2017 beteiligen sich 50 grosse Zeitungen aus der ganzen Welt, und mit SRF erstmals auch ein Fernsehsender. Am Abend vor dem «Welttag» des lösungsorientierten Journalismus zeigt «10vor10» ausschliesslich Berichte, die auf dem Ansatz des Constructive Journalism basieren. Das Nachrichtenmagazin setzt auch in Zukunft vermehrt auf dieses journalistische Konzept.

Terror in Europa, Krieg im Nahen Osten, Armut in Afrika – schreckliche Ereignisse finden das mediale Scheinwerferlicht wie von selbst. Es wird berichtet, wer wo was wann und warum gemacht hat. Das Nachrichtenmagazin «10vor10» bleibt dem kritischen Journalismus verpflichtet, will aber in der Berichterstattung neu vermehrt eine zusätzliche Frage stellen: Wie können Lösungsansätze aussehen? Die W-Fragen werden also ergänzt um «was nun?».

«10vor10» hat schon verschiedentlich Beiträge ausgestrahlt, die dem Ansatz des Constructive Journalism folgen, nun geschieht das aber bewusster und regelmässiger. Für den redaktionellen Alltag bedeutet das konkret, dass sich die Journalisten künftig häufiger die Frage stellen, wie sie in einem Beitrag nicht nur die Probleme beschreiben, sondern auch ein erfolgreiches Projekt, einen innovativen Player oder einen gelungenen Ansatz als mögliche Lösung thematisieren können.

Christian Dütschler, Redaktionsleiter «10vor10»: «‹10vor10› wird kein bisschen weniger kritisch sein, aber häufiger fragen, wo es vielversprechende Lösungen gibt. Probleme benennen wir wie bisher klar und deutlich, aber wir suchen aktiv nach Geschichten, die Lösungen aufzeigen. Kurz: Wir richten den Scheinwerfer vermehrt auf das, was inspiriert, positiv ist oder funktioniert.»

Ein konkretes Beispiel für umgesetzten Constructive Journalism bei «10vor10» ist eine kommende Sommerserie. In dieser zeigt das Nachrichtenmagazin verschiedene Schweizer Pioniere, die irgendwo auf der Welt mit einer konstruktiven Idee etwas zur Lösung eines Problems beitragen, zum Beispiel mit der Erfindung eines günstigen Malaria-Schnelltestes.

SRF beteiligt sich als erster TV-Sender am «Impact Journalism Day»

Seit 2012 gibt es den «Impact Journalism Day». Ziel ist es, über positive Innovationen zu berichten. Bis heute haben sich weltweit 50 Zeitungen dem «Welttag» des lösungsorientierten Journalismus angeschlossen. Mit SRF beteiligt sich nun auch erstmals ein TV-Sender. Am Vorabend des «Impact Journalism Day», am 23. Juni, strahlt «10vor10» ausschliesslich Berichte aus, die dem Ansatz des Constructive Journalism folgen.

So berichtet die Sendung etwa über einen Schweizer, der ein mobiles Röntgengerät entwickelt hat, das in Afrika zum Einsatz kommen soll. Und im Studio stellt sich Christian de Boisredon, der Erfinder des «Impact Journalism Day», den Fragen von Moderatorin Susanne Wille.


Ausstrahlungsdatum: Freitag, 23. Juni 2017, 21.50 Uhr, SRF 1


Text: SRF

Purtret: SRF/Miriam Künzli

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  1. Lyraysy 06/23/2017 11:35 nachm.

    Endlich mal eine Sendung die genial war! Nicht immer nur Terror und schlechtes. Genau das ist es was wir heute brauchen! So bekänfen wir das schlechte auf der Welt, mit Lösungsvorschlägen und neuen Ideen. Wenn man dem Schlechten keinen Platz geben würde in den Medien gebe es auch weniger böses auf der Welt!

  2. Daniel Hoffer 06/24/2017 2:56 vorm.

    Ganz herzlichen Dank für Euren Fokus lösungsorientierte Beiträge vermehrt / oder ganz neu zu bringen... MERCI... Respekt vor diesem Mut... Und ja klar, weiter so.. unbedingt...

  3. Natascha BERTSCHINGER-Läng 06/26/2017 1:22 vorm.

    Constructive Journalismus finde ich super. So würde ich wieder mehr schauen und ich glaube es hilft uns allen wieder unser Blickwinkel zu ändern