Aus der ersten Ausschreibung des von der Stiftung Radio Basel lancierten Audio-Förderpreises «katalysatOHR» gehen eine Gewinnerin und ein Gewinner hervor: Irene Grüter, Moderatorin und Redaktorin SRF, und Autor Michael Stauffer konnten die Jury mit ihren Projekteingaben überzeugen. Die Preise wurden am 23. Februar im Rahmen des sonOhr Radio- und Podcast Festivals vergeben.

Nach zehn Jahren «featurepreis» hat die Stiftung Radio Basel 2016 beschlossen, neue Wege zu gehen, um den aktuellen – auch formalen – Entwicklungen im Bereich «Hörstück» Rechnung zu tragen. Letztes Jahr wurde der neue Förderpreis «katalysatOHR» erstmals ausgeschrieben.

Die fünfköpfige Jury unter der Leitung von Stiftungsrat Michael Motter konnte insgesamt 16 Einreichungen beurteilen. Die eingereichten Projektskizzen zeichneten sich sowohl durch spannende Themenwahl wie ein grundsätzlich hohes Niveau aus.

«Wer putzt die Schweiz?» und «CO2-Apokalypse»

Gleich zwei Projekte konnten die Jury überzeugen: Der Hauptpreis von 6'000 CHF geht an Irene Grüter, Moderatorin und Redaktorin bei Radio SRF 2 Kultur. Die eigentlich naheliegende, aber kaum gestellte Frage «Wer putzt die Schweiz?», umgesetzt in Shortcuts, die die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven ausleuchten soll und eine bereits ausgefeilte Vorstellung der musikalisch-akustischen Ausgestaltung waren ausschlaggebend für den einhelligen Juryent-scheid. Neben dem Förderbeitrag wird Grüter ihr Hörstück im Basler SRF-Studio produzieren können.

Den zweiten Preis in Höhe von 5'000 CHF erhält Michael Stauffer, freier Schriftsteller und Hörspielautor, für sein geplantes Hörstück «Die CO2-Apokalypse – oder wie klimawirksam bin ich wirklich?». Die Jury spricht der heiteren, selbstironischen Herangehensweise an ein ‘strapaziertes, aber wichtiges Thema’ das Potenzial zu, auch von Klimawandel-Skeptikern und -Überdrüssigen gehört zu werden.


Die aus den prämierten Projekten hervorgehenden Audio-Produktionen werden im Programm des sonOhr Radio- und Podcast Festivals 2021 zu hören sein.

Bild: Foto: Samuel Paul Gäumann