«katalysatOHR 2020» - Gewinnerinnen-Duo wagt persönliche Aufarbeitung des «Fall Behring»

Der Audio-Förderpreis «kataylsatOHR» der Stiftung Radio Basel geht dieses Jahr an die Journalistinnen Sarah Fluck und Vanessa Sadecky für ihr Podcastprojekt «Der Bluff: wie Behring die Schweiz betrog - und meinen Vater». Die Preisübergabe findet am 28. Februar 2021 im Rahmen des SONOHR Radio- und Podcast Festivals statt.

Auch bei der zweiten Ausschreibung des von der Stiftung Radio Basel lancierten Förderpreises «katalysatOHR» hatte die Jury die Qual der Wahl. Das zur Verfügung stehende Zeitbudget musste mehr als ausgereizt werden. Die jungen Journalistinnen Sarah Fluck und Vanessa Sadecky schwangen schlussendlich obenauf. Ihr Exposé zum Thema «Der Bluff: wie Behring die Schweiz betrog - und meinen Vater» überzeugte die Jury am nachhaltigsten. Der Entscheid war einstimmig.

Die fünfköpfige Jury unter der Leitung von Stiftungsrat Michael Motter musste dieses Jahr nur fünf Einreichungen beurteilen (letztes Jahr waren es 16). Da sich diese durchweg nicht nur durch spannende Themenwahl, sondern auch durch überzeugende Umsetzungskonzepte auszeichneten, kann die Stiftung Radio Basel auch dieses Jahr ein würdiges Siegerprojekt präsentieren.

Persönliche Herangehensweise und Parallelwelten

Der Preis von 6'000 CHF geht somit an das Gewinnerinnen-Duo Fluck und Sadecky. Mit ihrem geplanten Podcast in sechs Akten beleuchten sie zwar ein bekanntes Thema. Aber die persönliche Perspektive von Sarah Fluck als Tochter eines von Dieter Behring Betrogenen ist ein ganz anderer, authentischer Zugang zu dieser Affäre. Vanessa Sadecky als Nicht-Betroffene garantiert für die nötige Objektivität und Aussensicht. Auch der Gegensatz von zwei Schweizer Parallelwelten, hier die ländlich-heile Welt (der Vater wuchs auf dem Bauernhof auf), dort die undurchsichtige, habgierige Finanzwelt, verspricht Spannung. Und die Klärung der Rolle von Ex-Bundesanwalt Michael Lauber in dieser Causa dürfte aus heutiger Sicht ebenfalls auf Interesse stossen.

Neben dem Förderbeitrag werden die beiden Frauen ihr Hörstück im Basler SRF-Studio produzieren können. Der Preis wird voraussichtlich am 28. Februar 2021 im Rahmen des Berner «SONOHR»-Festivals offiziell vergeben. Ob live oder virtuell, ist aufgrund der Coronasituation noch nicht abzusehen. Das fertig produzierte Hörstück wird im Folgejahr präsentiert.

Jury «katalysatOHR 2020»

  • Samuel Hufschmid, Journalist, aktuell «Bajour»
  • Irene Müller, Theater- und Radioschaffende, Delegierte SONOHR-Festival
  • Bernard Senn, Redaktor «Kultur & Gesellschaft», SRF Kultur
  • Tatiana Vieira, langjährige Programmverantwortliche von Radio X, Co-Präsidentin «mitstimme.ch»
  • Michael Motter, Juryvorsitz & Vertreter Stiftung Radio Basel

Die Ausschreibung 2021 folgt im kommenden Frühjahr. Sämtliche Informationen sind zu finden unter www.katalysatohr.ch.


«katalysatOHR 2019» - zwei Projekte ausgezeichnet

Aus der ersten Ausschreibung des von der Stiftung Radio Basel lancierten Audio-Förderpreises «katalysatOHR» gehen eine Gewinnerin und ein Gewinner hervor: Irene Grüter, Moderatorin und Redaktorin SRF, und Autor Michael Stauffer konnten die Jury mit ihren Projekteingaben zu Klima- und Umweltthemen überzeugen.
Die aus den prämierten Projekten hervorgehenden Audio-Produktionen werden im Programm des SONOHR Radio- und Podcast Festivals 2021 zu hören sein. Mehr dazu


Kontakte Stiftung Radio Basel

  • Michael Motter, Stiftungsrat und Juryvorsitzender/ 076 527 71 75 und E-Mail
  • Daniela Palla, Geschäftsführerin Stiftung Radio Basel/ 058 135 01 87 und E-Mail

Bild: Key visual: schaererdecarli.ch