Neue Audiostrategie bei SRF gestartet
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Neue Audiostrategie bei SRF gestartet

SRF-Direktorin Nathalie Wappler hat ihre Leitlinien für die strategische Weiterentwicklung von SRF präsentiert. Unter anderem hat sie eine übergreifende Audiostrategie für das lineare Radio und das On-Demand-Angebot in Auftrag gegeben. Das Projekt berücksichtigt den Zielkonflikt zwischen regionaler Verantwortung, redaktioneller Synergien und unternehmerischer Effizienz und wird von daher unabhängig von der Standortfrage realisiert. Die Audiostrategie ersetzt in Absprache mit dem SRG-Generaldirektor und SRG-Verwaltungsrat das bisherige Projekt für einen Teilumzug des Radiostudios Bern an den Standort Zürich Leutschenbach. Der Sparbetrag am Standort Bern bleibt unverändert, deshalb hat die Chefredaktion Radio einen Sparauftrag in der Höhe von 3 Millionen Franken erhalten.

Bei SRF sind die Arbeiten zu einer Audiostrategie für das lineare Radio und das On-Demand-Angebot gestartet – unabhängig von der Standortfrage. Ein Teil der Strategie befasst sich mit der Entwicklung von Podcasts und anderen digitalen Projekten wie beispielsweise Smart Speakers. Diese digitale Audioentwicklung wird interdisziplinär in der geplanten Radio Hall am Standort Zürich Leutschenbach vorangetrieben. Um die Vorteile einer starken digitalen Audioentwicklung nutzen zu können, braucht es die Nähe zum Entwicklungszentrum. Mit der Ausarbeitung einer Audiostrategie trägt SRF der voranschreitenden Digitalisierung und dem hohen Spardruck Rechnung.

Ein wichtiger Eckpunkt in der Vorgabe für die Entwicklung der Audiostrategie ist, dass Radio SRF 4 News nach Zürich gehen sollte. Als eigentliches «Newsroomradio» kann sich SRF 4 News zu einem Newsradio an der Grenze zwischen Live-Radio und digitalen On-Demand-Angeboten weiterentwickeln. Weitere Eckpunkte für die nächsten Überlegungen sind, dass die Newsinhalte für die Morgensendung bei Radio SRF 1 künftig in Zürich produziert werden könnten. Es soll auch geprüft werden, welche Aufgaben der Redaktion Nachrichten/Teletext in Bern und welche in Zürich sinnvoll sind. Die Magazinsendungen («Echo der Zeit», «Tagesgespräch», «Rendez-vous») sowie die Inland- und die Auslandredaktionen würden in Bern bleiben. Die Chefredaktion Radio würde teils in Bern, teils in Zürich arbeiten. Die Audiostrategie soll bis Ende September 2019 vorliegen.

Die übergreifende Audiostrategie ersetzt in Absprache mit dem SRG-Generaldirektor das bisherige Projekt «Info 21» für einen Teilumzug des Radiostudios Bern. Der Verwaltungsrat der SRG hat diesen Vorschlag gestern Mittwoch, 26. Juni 2019, vollumfänglich unterstützt. Das SRF-Sparziel von rund 3 Millionen Franken für den Standort Bern bleibt auch unter den neuen Voraussetzungen bestehen. Um den Fehlbetrag zu realisieren, der durch die angepassten Pläne am Standort Bern entsteht, hat die Chefredaktion Radio den Auftrag erhalten, alternative Sparmassnahmen aufzuzeigen.

Entflechtung der Matrix-Organisation

Im Rahmen ihrer 100-Tage-Bilanz hat SRF-Direktorin Nathalie Wappler an einer Mitarbeiterveranstaltung weitere Leitlinien für die künftige Entwicklung von SRF aufgezeigt. Um agiler auf Veränderungen reagieren zu können, wird die bisherige Matrix-Organisation bei SRF entflochten. Aus diesem Grund wird die Abteilung Programme in der heutigen Form nicht weitergeführt. Die Entflechtung der Matrix-Organisation in Richtung agile Gesamtorganisation, verbunden mit einer klaren Distributionsstrategie wird durch eine Projektgruppe unter der Leitung von Bakel Walden, Direktor Entwicklung und Angebot bei der SRG, ausgearbeitet. Das Projekt ist zeitlich auf ein halbes Jahr befristet, die angepasste Organisation tritt voraussichtlich im März 2020 in Kraft.

Wie bereits kommuniziert, hat sich Hansruedi Schoch, Abteilungsleiter Programme und Stv. Direktor, aufgrund der anstehenden Veränderungen in der Organisation von SRF entschieden, das Unternehmen per Ende August zu verlassen und sich mit einer Firma für digitale Transformation selbständig zu machen. Diese Entscheidung erfolgte einvernehmlich mit SRF-Direktorin Nathalie Wappler. Interimistisch übernimmt Röbi Ruckstuhl, Bereichsleiter Radio, die Leitung der Abteilung Programme.


Text: SRF

Purtret: SRF

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